Archiv der Kategorie: Off Topic

Byebye Panoramio

Byebye Panoramio!

Byebye Panoramio!

Google hat letzte Woche leider bekannt gegeben, dass die Fotoplattform panoramio.com geschlossen wird. Die Bilder werden noch bis Anfang November 2017 zugänglich sein und dann in den unergründlichen Weiten des Pixelnirwanas verschwinden.

Das ist sehr schade, denn Bilder von einigen meiner alten Blogbeiträge sind auf Panoramio gehostet. Sie sind in den Blogbeiträgen hauptsächlich als Diashow eingebunden. Die Konsequenz ist natürlich, dass die Bilder in den betreffenden Beiträgen nicht mehr verfügbar sind. Vielleicht wird es einige Beiträge in einer Version „reloaded“ geben, mal sehen.

Windmesser für die Netatmo-Wetterstation

Die Netatmo-Wetterstation habe ich Euch ja bereits in einem Artikel ausführlich vorgestellt.

Im November 2015 ist nun der lange angekündigte und von den Nutzern einer Netatmo-Wetterstation langersehnte Windmesser (Anemometer) als Erweiterungsmodul erschienen. Der Windmesser kommt ohne mechanische Teile aus da der Wind mit Hilfe von Ultraschallsensoren gemessen wird. Das Design gliedert sich in die Netatmo-Linie der Zylinder ein.

Gefertigt ist das Gehäuse aus Kunststoff. Darin eingelassen ist auf der Unterseite ein 1/4-Zoll-Stativgewinde zur Befestigung. Manche Nutzer beklagen im Internet, dass dieses Metallgewinde oder auch die Gewinde der Batterieabdeckung (unterer Boden) beim Festziehen der Schrauben ausbrechen. Dies konnte ich bei meinem Exemplar nicht feststellen.

Die Einrichtung bzw. die Anmeldung an einer Netatmo-Wetterstation geschieht sehr einfach und ist unkompliziert. Damit der Windmesser funktioniert, muss auf der Basisstation und dem Windmesser die neueste Firmware installiert sein. Ein nötiges Update geschieht bei der Installation des Anemometers automatisch. (Aktuelle Version: Basisstation 115, Windmesser 11). Beim Anbinden an die Basis muss der Windmesser nahe bei der Basisstation stehen und kann erst danach an seinem Platz im Freien montiert werden. Bei der Endmontage muss der Windmesser nach Norden ausgerichtet werden, damit die Windrichtung richtig angezeigt wird. Hierzu befindet sich an seiner Ober -und an der Unterseite je eine Pfeilmarkierung, die nach Norden weisen muss. Mit einer Smartphonekompassapp kein Problem.

Pfeilmarkierung zum Einnorden auf der Oberseite

Im Internet wird der Windmesser ziemlich verrissen. Die Werte seien angeblich viel zu gering und das Messintervall für die Böenmessung sei zu lang. Da ich keinen Vergleich zu anderen Windmessern habe, kann ich darüber nichts sagen. Netatmo hat sich mit dem letzten Firmwareupdate angeblich darum gekümmert.

In der erst kürzlich völlig überarbeiteten App für Smartphones und Tablets sowie auf der entsprechenden Seite im Netatmoaccount im Browser bekommt man die Durchschnittsgeschwindigkeit und die Böengeschwindigkeit als Messwerte und als Grafik angezeigt. Außerdem werden Pfeile in Windrichtung dargestellt. Bei den folgenden Bildern sind auch Screenshots von der iPhone-App dabei.

Auch in der Netatmo-Wetterkarte werden die jeweils aktuellen Werte der freigeschalteten Stationen angezeigt. Man kann aber noch nicht gezielt Stationen mit Windmesser anzeigen lassen, so wie das beim Regenmesser möglich ist.

Wie immer gilt bei den folgenden Bildern: Klick macht groß!

 

 

Netatmo Wetterstation

Netatmo Wetterstation
Die Netatmo Wetterstation ermöglicht es, Wetterdaten alle 5 Minuten zu erfassen und diese per Internet, Smartphone- oder Tablet-App weltweit und jederzeit mit entsprechenden Statistiken anzuzeigen. Dazu muss das Innenmodul der Wetterstation per WLAN mit dem Router verbunden werden. Externe Sensoren sind mit dem Innenmodul per Funk in Kontakt. Schaltet man das WLAN zum Beispiel über Nacht ab, so speichert das Basismodul die Messwerte. Leider konnte ich nicht in Erfahrung bringen, wie lange der Ausfall des WLANs sein darf, so dass keine Daten verloren gehen. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass 8 Stunden ohne WLAN auf jeden Fall bei mir zu keinem Verlust von Messwerten geführt haben.

Die Messwerte werden vom Innenmodul auf einen Cloud-Server des Herstellers Netatmo übertragen und können von dort dann per Internet auf allen möglichen Endgeräten (Browser, iOS, Android) angezeigt werden. Dazu muss man sich einen Account bei Netatmo anlegen, was sehr einfach möglich ist. Wer die Daten lieber selbst verarbeitet, der kann Sie auch per Webinterface von den Netatmo-Servern in verschiedenen Formaten auf den eigenen Rechner downloaden. Was allerdings passiert, wenn Netatmo irgendwann einmal pleite gehen sollte, das steht in den Sternen. Sollte sich kein Nachfolger finden, dann werden wohl alle Netatmo-Wetterstationen formschöne Stücke Elektroschrott werden…

Netatmo Innenmodul
Was wird jetzt im einzelnen gemessen? Beginnen wir mit der Zentraleinheit, dem Innenmodul:
Hier werden die Temperatur, die Luftfeuchtigkeit, der Luftdruck, der CO2-Gehalt der Luft und die Lautstärke (Sonometer) gemessen. Interessant ist die Möglichkeit, bei Erreichen selbst bestimmbarer Werte eine Push-Nachricht aufs Handy zu bekommen. So ist z.B. voreingestellt, dass bei 1000ppm CO2 eine Nachricht kommt und bei 2000ppm CO2 eine weitere Nachricht mit dem Hinweis dringend zu lüften.
Netatmo Außensensor
Das Außenmodul mißt die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit. Es braucht zwei AA-Batterien und soll wasserdicht sein. Empfohlen ist aber, den Sensor etwas geschützt zu montieren, z.B. unter einem Vordach oder einem Carport.
Netatmo Regensensor
Seit kurzem gibt es noch einen Regenmesser. Ganz praktisch um zu sehen, wie viel es geregnet hat und zu entscheiden, ob man den Garten bewässern muss. Er braucht ebenfalls zwei AA-Batterien. Es handelt sich um einen Durchlaufmesser, d.h. es muss kein Wasser entleert werden. Im Inneren befindet sich eine Kippwaage für das aufgefangene Regenwasser und Abläufe an der Unterseite. Laut Hersteller sollen die Batterien in den Außenmodulen ein ganzes Jahr halten. Die Verbindung der Außenmodule mit der Wetterstation  ist sehr einfach und in wenigen Schritten geschehen (Internetzugang während der Installation erforderlich!).

Da ich noch ein iPAD der ersten Generation nutze, musste ich feststellen, dass die App-Version für iOS4, die ich darauf nutzen muss, die Werte des Regensensors leider nicht anzeigt. Auf dem iPhone mit dem neuesten iOS und im Internet werden die Werte des Regenmessers korrekt angezeigt. Hier sollte Netatmo noch ein Update für die iOS4-App herausbringen.

Pro Wetterstation können ein Außenmodul, ein Regenmesser und bis zu drei zusätzliche Innenmodule, die es extra zu kaufen gibt, betrieben werden. Für Herbst ist noch ein Windmesser von Netatmo angekündigt.

Netatmo ergänzt die Darstellung der vor Ort gemessenen Werte mit aktuellen Informationen zur Wettervorhersage und der Außenluftqualität.

Seinen Freunden kann man die eigenen Messwerte freigeben, so dass sie mit einem Netatmo-Account auch alle Statistiken sehen können. Öffentlich teilen in einem sozialen Netzwerk würde ich persönlich diesen Zugang nicht, kann man doch mit der Lautstärke- und CO2-Funktion nachvollziehen, ob jemand zuhause ist. Unbedenklicher ist die Möglichkeit, die aktuellen Außenwerte Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck und Regenmenge auf der Netatmo-Wetterkarte frei für jeden zugänglich darstellen zu lassen. Auf dieser Wetterkarte sind alle von ihren Besitzern freigegebenen Wetterstationen als farbkodierte (temperaturabhängig) Pins mit der aktuellen Temperatur als Zahl dargestellt. Ein Klick auf den entsprechenden Pin öffnet rechts ein Fenster mit weiteren Wetterinfos. Erstaunlich, wie viele Netatmo-Stationen es gibt, auch in der Oberpfalz!

Hier einige Screenshots. Zunächst von der iPAD iOS4-Version:
iPAD iOS4

Und von der aktuellen Version vom iPhone:

Innensensor
Innenwerte

Außenmodul
Außenwerte

Regenmesser
Regenmesser

Statistiken:
Temperatur Zeitauflösung 5 Minuten
Temperatur
Min.-Max.-Temperatur
Regenmesser
Die Statistiken kann man sich natürlich von allen eigenen Werten anzeigen lassen. Schön finde ich auch die Zoom-Funktion bei den Graphen. Dabei werden die Achsen automatisch neu skaliert.

Aufmerksam wurde ich auf die Netatmo-Wetterstation als ich im Internet auf die Auswertung der Sonometerdaten durch Netatmo während der Spiele der Fußballweltmeisterschaft stieß. Dabei wurde die Lautstärke der jeweils gegeneinander spielenden Länder während der Spielzeit mit den Daten vom Tag vorher verglichen. Die Ergebnisse befinden sich hier.

Fazit: Ich persönlich bin begeistert von den Möglichkeiten dieser Wetterstation. Natürlich muss man sich auch der Gefahren (Abschalten der Netatmo-Servern bei einer Pleite, Datenschutz) gewahr sein. Auch der Preis ist relativ hoch. Andererseits hat man immer und überall Zugriff auf seine Daten und Statistiken. Sicherlich kann man alles auch mit einem Bastelprojekt mit einem RaspberryPi und entsprechenden Sensoren realisieren (Stichwort AirPi), sowas ist aber auch sehr arbeitsintensiv.

Edit: Einen Artikel zum Windmesser gibt es hier.

Off Topic: Buchempfehlung – Die grosse Volksverarsche

Mit diesem Post führe ich eine neue Kategorie ein: Off Topic. Themen, die mit der Fotografie oder der Oberpfalz nicht unbedingt direkt etwas zu tun haben, die mir jedoch wichtig genug erscheinen, kurz darüber zu berichten.

In letzter Zeit hatte ich leider nicht viel Zeit zum Fotografieren, zwischendurch konnte ich aber immer mal wieder in der einen oder anderen Minute ein bisschen lesen.

Durch ein Fernsehinterview mit dem Schaupieler Hannes Jaenicke bin ich auf sein neues Buch aufmerksam geworden. Es trägt den reißerischen Titel „Die grosse Volksverarsche – Wie Industrie und Medien uns zum Narren halten“ und ist im Gütersloher Verlagshaus erschienen.

Hannes Jaenicke ist nicht nur Schauspieler, sondern produziert auch Dokumentationen und engagiert sich aktiv für den Umweltschutz. In seinem Buch zeigt er in den einzelnen, leicht zu lesenden Kapiteln, wie die Verbraucher in den verschiedensten Bereichen systematisch an der Nase herumgeführt werden. Nach der Einführung folgen zehn thematisch untergliederte Kapitel, in denen man an vielen konkreten Beispielen ein Gefühl dafür bekommt, dass man durch den unkritischen Umgang von bewußt etablierten Images, die einem die Werbung auf allen Kommunikationskanälen eintrichtert, oftmals hinters Licht geführt wird. Durch die Überbetonung eines (positiven) Aspektes und dem Verschweigen anderer (negativen) Fakten soll der Verbraucher zum Konsum animiert werden. Hier setzt das Buch an und will dem Verbraucher eine kritische Grundhaltung vermitteln und ihn dazu auffordern, sich mehr und unabhängige Informationen zu beschaffen. Es liefert dazu in jedem Kapitel eine Fülle von vertiefenden Informationsquellen wie z.B. Internetadressen und weiterführende Literatur.

Dass bei einem Umfang von nur knapp 200 Seiten die Informationen zu den einzelnen Themen nur angerissen und exemplarisch dargestellt werden können ist verständlich. Als aufmerksamer Konsument waren mir auch einige Beispiele, die behandelt werden bereits bekannt. Trotzdem erfuhr ich viel Neues und wurde neugierig auf die Vertiefungen der angegebenen Informationsquellen.

Behandelt werden die folgenden Themen:

  • Der Verpackungswahn
  • Das falsche Spiel der Banken
  • Die mediale Massentäuschung
  • Das Gigageschäft mit der Schönheit
  • Die Wahrheit der Energiewende(hälse)
  • Die grausamen Details der Bekleidungsindustrie
  • Die lukrativen Lügen der Autolobby
  • Profitable Maschen der Pharmaindustrie
  • Wenn Genuss zum Verdruss wird

In den abschliessenden Kapiteln geht der Autor dann noch auf die Macht der Konsumenten ein, gibt persönliche Konsumtipps, weiterführende Webseiten und Literatur an.

Zum Buch gibt es auch eine Webseite: www.die grosse-volksverarsche.de Dort können sich Leser über ihre gemachten Erfahrungen austauschen. Eine gute Idee, das Buch dadurch interaktiv zu gestalten.

Für mich ist dieses Buch eine klare Leseempfehlung, regt es doch an, das eigene Konsumverhalten kritisch zu hinterfragen und evtl. in Zukunft bei einigen Dingen zu Alternativen zu greifen.