Archiv für den Monat: Juli 2013

Türen Funchal’s

Bei einem Besuch auf Madeira Ostern 2013 wurde ich auf die kreative Gestaltung der Türen in der Rua de Sta. Maria aufmerksam. Seit 2011 läuft dort ein Kunstprojekt, bei dem echte, alte und teiweise auch heruntergekommene Türen von Künstlern neu und ansprechend gestaltet werden. Die Bilder, die ich davon gemacht habe, möchte ich euch nicht vorenthalten (Klick macht groß!).

Aufgenommen mit einer Nikon D300 und einem Tamron 18-200mm-Objektiv.

Canon Selphy CP900 Fotodrucker

Eigentlich drucke ich ja Fotos nicht selbst aus sondern lasse sie bei professionellen Services auf das entsprechende Wunschmedium ausbelichten. Dies bringt eine bessere Qualität als mit einem Tintenstrahldrucker und obendrein ist es auch noch günstiger.

Canon Selphy CP900

Trotzdem habe ich mir jetzt vor einigen Wochen den Canon Selphy CP900 zugelegt. Mit ihm lassen sich Fotoausdrucke bis zum Postkartenformat 10x15cm erzeugen. Der Drucker besitzt die Möglichkeit per USB, SD-Karte oder WLAN zu drucken. Mit der WLAN-Anbindung kann man von iPhones, iPads oder Android-Devices aus der entsprechenden kostenlosen Canon App direkt ohne Umwege ausdrucken, was besonders praktisch ist. Damit kommt das Polaroid-Gefühl auf, bei dem man Fotos kurz nach dem Auslösen vor sich hat.

Schwach ist allerdings, dass dem neu gekauften Drucker keinerlei Verbrauchsmaterial von Canon beigegeben wurde. Da ich dies bereits vor dem Kauf in diversen Foren gelesen hatte, bestellte ich gleich Papier und Druckerkartuschen dazu und konnte sogleich mit dem Drucken beginnen. Wer dies nicht weiß, der schiebt nach dem Auspacken des Druckers erst mal solange Frust bis er sich mit Verbrauchsmaterial versorgt hat. Fotopapier und Kartuschen werden übrigens immer zusammen im Paket angeboten. Für kleinere Formate wie Visitenkarten oder Sticker benötigt man zusätzlich eine extra Papierkassette.

Die Einrichtung des Druckers im Netzwerk war kein Problem, ist man unterwegs und hat kein externes WLAN, kann man seine mobilen Devices auch direkt per WLAN mit dem Drucker verbinden. Zusätzlich kann man sich auch einen Akku und ein spezielles Ladegerät zulegen um vom Stromnetz unabhängig zu werden. Dafür muss man dann aber mehr ausgeben als für den Drucker selbst!

Der Drucker verfügt über noch weitere Features wie z.B. einen Passfotodruck, etc. Alle technischen Daten findet man auf der übersichtlichen Canon-Produktseite.

Vor meinem Kauf habe ich mir auch noch den Fotodrucker von Polaroid angesehen. Er ist wesentlich kompakter und hat einen eingebauten Akku. Allerdings habe ich mich aus zwei Gründen gegen diesen Drucker entschieden: Zum einen soll die Qualität der Fotos mehr als bescheiden sein, zum anderen kann man keine Ausdrucke direkt von iDevices machen. Zwei wirklich entscheidende Punkte.

Canon Selphy CP900

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass sich die Bildqualität beim Selphy CP900 sehen lassen kann. Außerdem erklärt Canon, dass die Ausdrucke angeblich 100 Jahre farbecht bleiben, man wird sehen… Staub sollte man vom Inneren des Druckers aber fernhalten, sonst kann es passieren, dass man unschöne Streifen auf den Ausdrucken erhält. Für ein Bild von Postkartengröße benötigt der Drucker laut Canon ca. 47 Sekunden, dabei wird das Papier in drei Durchgängen bedruckt. Ein Ausdruck schlägt dabei mit ca. 35 Cent zu Buche. Leider liefert eine leere Druckkartusche viel Müll! Daran könnte Canon noch arbeiten. Von Fremdherstellern gibt es momentan kein günstigeres Verbrauchsmaterial.

Ach ja, hier noch ein Tipp: Will man direkt aus der Kamera drucken (per USB mit PictBridge), muss man unbedingt JPG-Dateien mit abspeichern, der Drucker erkennt keine RAW-Dateien.

Mein Fazit: ich kann den Drucker allen empfehlen, die ab und an mal sofort ein paar Fotos im Postkarten- oder Visitenkartenformat benötigen oder schnell mal mit ihrem Smartphone ein Sofortbild schießen wollen. Um bei einer Feier mal kurz ein paar Fotos zum Verschenken zu drucken ist er auch optimal, ich bin mit meiner Wahl zufrieden.

Gartenschau Tirschenreuth 2013

Letztes Wochenende machten die Mitglieder des Weidener Flickr-Stammtisches einen Fotoausflug zur Gartenschau in Tirschenreuth. Diese findet vom 29. Mai bis 25. August 2013 statt.

Das Bild in voller Auflösung (12235 x 3052 px) zum Reinzoomen gibts hier auf Panoramio. Es zeigt die neu erbaute Holzbrücke in der Nähe des Haupteingangs.

Das Gelände der Gartenschau erstreckt sich rund um den sogenannten Fischhof, den früheren Ökonomiehof der Äbte von Waldsassen. Dieser lag bis zum Jahr 1808 auf einer Insel, da wurde dann der umgebende Teich (190 ha) abgelassen und die steinerne Fischhofbrücke führte seither über trockenes Land. Zur Gartenschau wurde dieser Teich, zumindest teilweise,  auf 6 ha wieder hergestellt.

Das Bild in voller Auflösung (16639 x 2992 px) zum Reinzoomen gibts hier auf Panoramio. Es zeigt den Fischhof und die steinerne Fischhofbrücke.

Hier einige Impressionen von der Gartenschau:

Nähere Informationen zu den ständig wechselnden Events und zum Besuch der Gartenschau findet man hier.

Weitere Bilder von der Gartenschau findet man im zweiten Blogbericht von mir.

 

Off Topic: Buchempfehlung – Die grosse Volksverarsche

Mit diesem Post führe ich eine neue Kategorie ein: Off Topic. Themen, die mit der Fotografie oder der Oberpfalz nicht unbedingt direkt etwas zu tun haben, die mir jedoch wichtig genug erscheinen, kurz darüber zu berichten.

In letzter Zeit hatte ich leider nicht viel Zeit zum Fotografieren, zwischendurch konnte ich aber immer mal wieder in der einen oder anderen Minute ein bisschen lesen.

Durch ein Fernsehinterview mit dem Schaupieler Hannes Jaenicke bin ich auf sein neues Buch aufmerksam geworden. Es trägt den reißerischen Titel „Die grosse Volksverarsche – Wie Industrie und Medien uns zum Narren halten“ und ist im Gütersloher Verlagshaus erschienen.

Hannes Jaenicke ist nicht nur Schauspieler, sondern produziert auch Dokumentationen und engagiert sich aktiv für den Umweltschutz. In seinem Buch zeigt er in den einzelnen, leicht zu lesenden Kapiteln, wie die Verbraucher in den verschiedensten Bereichen systematisch an der Nase herumgeführt werden. Nach der Einführung folgen zehn thematisch untergliederte Kapitel, in denen man an vielen konkreten Beispielen ein Gefühl dafür bekommt, dass man durch den unkritischen Umgang von bewußt etablierten Images, die einem die Werbung auf allen Kommunikationskanälen eintrichtert, oftmals hinters Licht geführt wird. Durch die Überbetonung eines (positiven) Aspektes und dem Verschweigen anderer (negativen) Fakten soll der Verbraucher zum Konsum animiert werden. Hier setzt das Buch an und will dem Verbraucher eine kritische Grundhaltung vermitteln und ihn dazu auffordern, sich mehr und unabhängige Informationen zu beschaffen. Es liefert dazu in jedem Kapitel eine Fülle von vertiefenden Informationsquellen wie z.B. Internetadressen und weiterführende Literatur.

Dass bei einem Umfang von nur knapp 200 Seiten die Informationen zu den einzelnen Themen nur angerissen und exemplarisch dargestellt werden können ist verständlich. Als aufmerksamer Konsument waren mir auch einige Beispiele, die behandelt werden bereits bekannt. Trotzdem erfuhr ich viel Neues und wurde neugierig auf die Vertiefungen der angegebenen Informationsquellen.

Behandelt werden die folgenden Themen:

  • Der Verpackungswahn
  • Das falsche Spiel der Banken
  • Die mediale Massentäuschung
  • Das Gigageschäft mit der Schönheit
  • Die Wahrheit der Energiewende(hälse)
  • Die grausamen Details der Bekleidungsindustrie
  • Die lukrativen Lügen der Autolobby
  • Profitable Maschen der Pharmaindustrie
  • Wenn Genuss zum Verdruss wird

In den abschliessenden Kapiteln geht der Autor dann noch auf die Macht der Konsumenten ein, gibt persönliche Konsumtipps, weiterführende Webseiten und Literatur an.

Zum Buch gibt es auch eine Webseite: www.die grosse-volksverarsche.de Dort können sich Leser über ihre gemachten Erfahrungen austauschen. Eine gute Idee, das Buch dadurch interaktiv zu gestalten.

Für mich ist dieses Buch eine klare Leseempfehlung, regt es doch an, das eigene Konsumverhalten kritisch zu hinterfragen und evtl. in Zukunft bei einigen Dingen zu Alternativen zu greifen.