Archiv für den Monat: September 2013

Die Walhalla – Ruhmeshalle über der Donau

Ludwig I. ließ die Walhalla (deutsch: Totenhalle) von 1830 bis 1842 vom Architekten Leo von Klenze errichten.  Die Außenarchitektur orientiert sich am Vorbild des Parthenon auf der Akropolis in Athen. Sie thront bei Donaustauf erhaben hoch über der Donau.
Walhalla

Im Innenraum der Walhalla befinden sich Büsten und Gedenktafeln verdienter deutschsprachiger Menschen. Auch heutzutage werden immer noch verdiente Persönlichkeiten aus dem deutschen Sprachraum in die Ruhmeshalle aufgenommen, frühestens jedoch 20 Jahre nach ihrem Tod.

Bei den folgenden Bildern gilt wieder: Klick macht groß.

Hier noch zwei monochrome Aufnahmen:

Ein Klick auf die folgenden Little-Planets führt zu einem entsprechenden interaktiven Kugelpanorama, wo man bei gedrückter linker Maustaste in alle Richtungen schauen kann.

Walhalla

Säulengang Walhalla

Walhalla Ostseite

Walhalla - Rückseite

Walhalla - Westseite

Für Besucher ist die Walhalla für ein geringes Eintrittsgeld bis auf wenige Tage täglich geöffnet. Nähere Informationen dazu findet man auf der offiziellen Website.

 

RAW vs. HDR

Die Kamerasensoren werden stetig verbessert. Mit jeder neuen Kamerageneration wird auch der Dynamikbereich, den der Sensor abbilden kann, größer. Braucht man heutzutage dann eigentlich noch HDR-Bilder oder liefert die Entwicklung einer modernen RAW-Datei Bilder, die einen vergleichbaren Dynamikumfang besitzen wie getonemappte HDR-Aufnahmen?

Unser Auge kann Kontraste in einem Verhältnis von 10.000:1 erfassen, das sind ca. 14 LW (Lichtwerte, engl. EV = exposure value). Da das Auge aber kein starres System ist, kann es sich Lichtsituationen anpassen, außerdem ist unser Gehirn ein leistungsstarkes Rechenzentrum, das die vom Auge gelieferten Bildinformationen blitzschnell verarbeitet und interpretiert. Deshalb können wir Kontraste bis 1.000.000.000:1 unterscheiden. Umgerechnet in LW sind dies fast 30 LW. (Für Interessierte: Um das Kontrastverhältnis in Lichtwerte umzurechnen muss der dekadische Logarithmus des Kontrastverhältnisses mit dem Faktor 3,32 multipliziert werden.) Fairerweise muss man berücksichtigen, dass in einer konkreten Situation der von uns zu einem genauen Zeitpunkt wahrgenommene LW-Umfang trotzdem geringer ist, da sich das Auge   sehr schnell adaptiert, wenn man den Blick vom Schatten in einen sonnigen Bereich einer Szene schweifen läßt. Ein einzelnes (RAW-)Foto muss diesen gewaltigen Kontrastumfang ohne Adaption auf ein Mal abbilden!

Eine typische Tagesszene hat einen Dynamikumfang von 18-22 LW. Um alle Details zu erfassen genügen also die 8,5 LW des Sensors meiner Nikon D800 nicht. Moderne Filme können 5 bis 8 LW darstellen.

Will man also den tatsächlichen Dynamikumfang einer Szene mit starken Kontrasten abbilden, muss man mehrere Fotos der Szene (am besten vom Stativ aus!) bei verschiedener Belichtung aufnehmen und diese dann per entsprechender Software geeignet zusammensetzen. Damit erhält man ein sogenanntes HDRI (high dynamic range image). Viel nutzt einem das noch nichts, da es momentan kaum (bzw. nur unbezahlbare) Ausgabemedien gibt, die dieses Kontrastverhältnis darstellen können. Zum Beispiel kann ein guter alter Röhrenmonitor nur ca. 9 LW darstellen. Deshalb müssen HDR-Bilder durch das Tonemapping wieder in ein darstellbares Bild „heruntergerechnet“ werden.

Lohnt sich jetzt der Aufwand beim Erstellen von HDR-Bildern oder kann man durch das Entwickeln der Kamerarohdaten moderner Sensoren ain ähnlich gutes Ergebnis erreichen? Dazu hier mal zwei Beispiele:

Der erste Vergleich zeigt zwei Bilder derselben Abendszene. Das HDR-Bild wurde mit Nik HDR Efex Pro 2 aus einer Belichtungsreihe von 9 Raw-Dateien (jeweils ein LW Belichtungsabstand) einer Nikon D800 erstellt. Das RAW-File mit der mittleren Belichtung wurde mit Lightroom entwickelt.

Zunächst das HDR-Bild:
Abendstimmung HDR
und hier die entwickelte RAW-Datei:
Abendstimmung RAW
Die Bilder wurden manuell beschnitten, weshalb die Ausschnitte leicht variieren.

Der Unterschied beider Bilder ist meiner Meinung nach nicht besonders groß. Die Wolken beim HDR zeigen etwas mehr Struktur.

Das zweite Beispiel zeigt eine Tages-Landschaftsaufnahme. Das HDR wurde aus einer Belichtungsreihe mit 5 Aufnahmen (ein LW Belichtungsabstand, ebenfalls Nikon D800) mit Nik HDR Efex Pro 2 erzeugt.

Auch hier zunächst das HDR-Bild:
landscape HDR
und die entwickelte RAW-Datei:
landscape RAW

Hier ist der Unterschied nun deutlich sichtbar. Dies liegt zum Teil aber auch am verwendeten Tonemapping. Die Einstellungen beim Tonemapping sind Geschmackssache und deshalb sehr subjektiv. Von einem realistisch/natürlichen bis zu einem stark surrealen Bildlook ist beim Tonemapping alles möglich. Die Details im Schatten sind bei der HDR-Version deutlich besser sichtbar. Dafür gibt es aber auch deutlich sichtbare Halos, besonders in der linken oberen Ecke. Das entwickelte RAW-Bild entspricht viel mehr dem, was wir seit über 100 Jahren Photografie gewohnt sind zu sehen. Bei starken Helligkeitskontrasten werden die Schattenpartien deutlich dunkler (bis zum Absaufen) oder die hellen Bereiche brennen aus. Ganz so schlimm wie sich das jetzt anhört ist es nicht, aber Ansätze davon sind im letzten Bild schon erkennbar. Dennoch zeigt das RAW mehr Details als es zu analogen Filmzeiten ohne aufwendige Nacharbeit mit Abwedeln und anderen Dunkelkammertechniken möglich war darzustellen.

FAZIT:

Durch die gestiegene Abbildungsleistung moderner Kameras ist es nicht mehr so häufig nötig, HDR-Belichtungsreihen aufzunehmen. Durch die Möglichkeit der RAW-Entwicklung erreicht man bei vielen Belichtungssituationen ein gutes bis sehr gutes Ergebnis. Natürlich gibt es nach wie vor extreme Belichtungssituationen, bei denen der Dynamikbereich eines RAW-Fotos nicht ausreicht, hier kommt man ohne die HDR-Technik nicht aus. Die Situationen, in denen das aber so ist, sind weniger geworden.

Seit ich die Nikon D800 besitze mache ich wesentlich weniger HDRIs. Zum einen, weil mir der Dynamikumfang des Sensors ausreicht, zum anderen aber auch einfach aus dem praktischen Grund, dass es mit der D800 wegen der langsamen Bildfolge (und der erzielbaren Schärfe aus der Hand) schwierig bis unmöglich ist, längere Belichtungsreihen ohne Stativ aufzunehmen.

Geotagging von Fotos mit externen GPS-Geräten

Nicht jeder besitzt einen Geotagger, der die Ortskoordinaten direkt bei der Aufnahme in die Exif-Daten des Fotos schreibt. Ein eigener Blogbeitrag dazu findet sich hier. Eine andere Möglichkeit, seine Fotos mit Geoinformationen zu versehen, beschreibe ich in diesem Beitrag. Es ist eine Lösung, die viele Leute ganz einfach ohne neue, teure Hardware realisieren können, da sie die dazu nötigen Geräte sowieso schon besitzen. Ich meine damit ganz normale Smartphones (mit GPS-Empfänger) oder mobile Navigationsgeräte zum Wandern oder Fahrradfahren.

Garmin Vista C

Garmin Vista C

Prinzipiell wird bei dieser Lösung von den externen GPS-Empfangsgeräten ein sogenannter „Track“ aufgezeichnet. Eine Trackaufzeichnung ist nichts anderes, als dass während der Aufzeichnung in gewissen Zeit- oder Ortsintervallen die momentane Uhrzeit und die zugehörigen Ortskoordinaten in eine Datei geschrieben werden. Um die Weiterverarbeitung möglichst einfach zu halten sollte der aufgezeichnete Track als GPX-Datei zur Verfügung stehen. Für Smartphones der verschiedenen Betriebssysteme gibt es passende Apps, die eine GPX-Datei erzeugen können. Bei Navigationsgeräten muss man die Daten oft erst auf den PC mit herstellerspezifischer Software auslesen und daraus eine GPX-Datei erzeugen. Einfacher geht es hier, die Daten von den Navigationsgeräten z.B. mit dem kostenlosen Tool EasyGPS direkt auszulesen und als GPX-Datei zu speichern.

Es ist darauf zu achten, dass die Uhr der Kamera und die Uhr des Trackaufzeichnungsgerätes nach Möglichkeit synchronisiert sind. Dies spart einem beim Zusammenführen der Fotos mit den Ortskoordinaten den Schritt, einen bestehenden Zeitunterschied nachträglich zu ermitteln und zu berücksichtigen.

Hat man nun während des Fotografierens seinen Track aufgezeichnet und eine GPX-Datei zur Verfügung, so kann man mittels geeigneter Software die Ortskoordinaten in die Exif-Daten der Fotos schreiben lassen. Die Software vergleicht hierzu die Aufnahmezeit eines Fotos mit den Zeitdaten aus dem GPX-File und findet so den Aufnahmeort des Fotos.

Als Geotagging-Software kann man z.B. die Freeware Geosetter verwenden. Hier im Artikel zeige ich es am Beispiel Lightroom, da viele Fotografen diese Software sowieso schon nutzen. Lightroom unterstützt das Geocoding ab Version 4.

Das Kartenmodul in Lightroom 4

Das Kartenmodul in Lightroom 4

Zunächst geht man in Lightroom in das Kartenmodul. Sodann öffnet man die aufgezeichnete GPX-Datei mit dem gespeicherten Track. Dazu benutzt man entweder in der Menüleiste das Menü „Karten -> Tracklog -> Tracklog laden“  und dann den Menüpunkt „Karten -> Tracklog -> ausgewählte Fotos automatisch taggen“, oder man geht den analogen Weg über das gezackte Track-Symbol unter der Karte (falls dieses Symbol in der Ansicht aktiviert ist). Sollte die Uhr der Kamera bei der Aufnahme der Fotos nicht mit der Uhr des GPS-Loggers synchronisiert gewesen sein, kann man die Uhrzeitdifferenz in LR unter dem Menüpunkt „Karte -> Tracklog -> Zeitzonenverschiebung einstellen…“ nachträglich noch angleichen.

Falkenberg i.d.Opf.

Der knapp 1000 Einwohner zählende Ort Falkenberg liegt in der nördlichen Oberpfalz, im Landkreis Tirschenreuth. Der historische Ort wurde erstmals 1154 erwähnt.

Prägend für das Ortsbild ist die Burg, die sich seit 2008 im Besitz des Marktes Falkenberg befindet. Durch ihre exponierte Lage auf einem Felsen hoch über dem Ort sticht sie allen Besuchern Falkenbergs sofort ins Auge. Heutzutage wird die Burg für kulturelle Veranstaltungen benutzt.

Am Marktplatz befindet sich die neuromanische katholische Pfarrkirche St. Pankratius, sie stammt aus den Jahren 1905/06. Erwähnenswert sind noch ein Gasthof aus dem 12. Jahrhundert und ein Kommunbrauhaus, dort entsteht das in der Region traditionelle Zoigl-Bier.

Landschaftlich hat Falkenberg einiges zu bieten:
Der Burgberg ist ein Geotop. Ein ca. 1 km langer Rundweg führt durch das Geotop.
Auch bietet Falkenberg den Zugang ins wildromantische Waldnaabtal, das man bequem zu Fuß erkunden kann.

Ein Klick auf die folgenden Bilder führt zu entsprechenden Kugelpanoramen in der Panoramagalerie. Dort kann man mit gedrückter linker Maustaste in jede Richtung schauen.

Marktplatz Falkenberg

Falkenberg - vor der Kirche

Burg Falkenberg

Hier noch ein paar Bilder von Falkenberg als Slideshow:

Bärnau

In der Nähe der tschechischen Grenze im Landkreis Tirschenreuth liegt Bärnau. Die mit Eingemeindungen ca. 4000 Einwohner zählende Stadt war im 20. Jahrhundert geprägt durch die Herstellung von Knöpfen.

In der Hochphase zur Mitte des letzten Jahrhunderts gab es bis zu 70 Manufakturen für Knöpfe. Momentan gibt es nur noch eine Fabrik, die Knöpfe herstellt. Seit 1975 gibt es in Bärnau das Deutsche Knopfmuseum.

Im August 2011 wurde der Geschichtspark Bärnau-Tachau eröffnet. Dort werden authentische Rekonstruktionen mittelalterlicher Häuser und Anlagen in Originalgröße und das mittelalterliche Alltagsleben gezeigt.

Am Ende der romantischen Steinbergallee in Richtung tschechischer Grenze befindet sich die besonders für Hochzeiten beliebte  Wallfahrtskirche des gegeißelten Heilands am Steinberg.

Ein Klick auf die folgenden Bilder führt zu entsprechenden Kugelpanoramen in der Panoramagalerie. Dort kann man mit gedrückter linker Maustaste in jede Richtung sehen.

Kreuz in Bärnau am Marktplatz

Marktplatz 1 Bärnau

Marktplatz 2 Bärnau

Schwarzenbach

Jetzt noch ein paar Bilder als Slideshow: