Archiv für den Monat: November 2013

Sigma 150mm/2.8 APO MACRO EX DG OS vs. Sigma 100-300mm/4.5-6.7 DL

Diesmal möchte ich zwei Teleobjektive von Sigma für das Vollformat vergleichen. Obwohl ich als Wissenschaftler ausgebildet bin hat dieser Test keinerlei wissenschaftliche Ansprüche und wird rein qualitativ bleiben.

Hier die beiden „Kontrahenden“: In der linken Ecke das Sigma 100-300mm/4.5-6.7 DL.  In der rechten Ecke das Sigma 150mm/2.8 APO MACRO EX DG OS.

Sigma TeleobjektiveMir ist schon klar, dass ich hier Äpfel mit Birnen vergleiche. Schon allein der Preisunterschied von 900 Euro lässt vermuten, welches der Beiden die bessere Abbildungsleistung liefert. Außerdem, ein einfaches Zoomobjektiv gegen ein mit Bildstabilisator ausgestattetes, lichtstarkes, apochromatisch korrigiertes Makrobjektiv antreten zu lassen, liefert eine sichere Wette. Makroobjektiven wird von Hause aus eine bessere Abbildungsleistung abverlangt. Allerdings war ich neugierig darauf, wie sehr sich die Unterschiede im Fernbereich und ohne Nachbearbeitung der Bilder mit bloßem Auge bemerkbar machen.

Deshalb testete ich die beiden Objektive an der Nikon D800 am Vollformat mit der vollen Auflösung von 36MP auf einem stabilen Stativ. Eine Herausforderung für jedes Objektiv.

Hier nun die Ergebnisse (Klick macht groß!):

Zuerst ein Bild mit dem Zoomobjektiv (ISO200, f/8, 1/500s bei 155mm):

DSC_2259 Sigma100-300mm kleinUnd hier vom Makroobjektiv (ISO200, f/8, 1/500s, 150mm):

DSC_2257 Sigma150mm klein

Beide Bilder wurden nur verkleinert, ansonsten sind sie JPGs direkt aus der Kamera (SOOC = so out of cam). Der Unterschied fällt sofort auf. Das Makroobjektiv besticht durch einen vieeel besseren Kontrast.

Noch deutlicher wird der Unterschied, wenn man sich einen 100%-Ausschnitt vom linken oberen Bildrand betrachtet:

Auch hier zunächst wieder das Zoomobjektiv:

DSC_2259 Sigma100-300mm CropUnd hier das Makroobjektiv:

DSC_2257 Sigma150mm CropDas Zoomobjektiv zeigt deutlich weniger Details und geringeres Auflösungsvermögen. Kein wirklich überraschendes Ergebnis!

Ein zweites Beispiel bestätigt das Offensichtliche. Zunächst die beiden verkleinerten JPGs SOOC, zuerst das Zoomobjektiv wieder, dann das Makroobjektiv:

DSC_2260 Sigma 100-300mm DL kleinDSC_2261 Sigma150mm kleinUnd jetzt die 100%-Crops, diesmal von der rechten oberen Ecke:

DSC_2260 Sigma 100-300mm DL CropDSC_2261 Sigma150mm CropDer Sieger steht glasklar fest. Hier gilt: Das Geld lügt nicht. Braucht man Top-Qualität, so muss man tiefer in die Tasche greifen und wird mit wesentlich besseren Ergebnissen belohnt.

Den Kontrast kann man nachträglich in der Bildverarbeitung noch anheben, das Auflösungsvermögen nicht. Keine Software kann nicht erfaßte Details extrapolieren.

Hier noch ein paar Bilder vom Sigma 100-300mm-Objektiv selbst:

Für den kleinen Geldbeutel liefert das 100-300mm-Zoomobjektiv aber durchaus brauchbare Ergebnisse. Vorausgesetzt, man schraubt es nicht gerade an ein Pixelmonster wie die Nikon D800 und möchte keine riesigen Wandprints machen lassen. Einen Wermutstropfen gibt es allerdings beim 100-300mm Zoomobjektiv noch: Es besitzt keinen eingebauten AF-Motor. Um den Autofokus zu nutzen, muss man das Objektiv an einem Gehäuse mit eingebautem AF-Motor betreiben. Die „kleineren“ Nikon-Modelle besitzen leider keinen, so dass hier manuell am Objektiv fokussiert werden muss. Man kann sich dabei aber nach den Schärfeindikatoren im Sucher richten, die funktionieren trotzdem. Für mich war das kein Problem, da sowohl die Nikon D300 als auch die D800 über einen eingebauten AF-Motor verfügen.

Das Sigma 100-300mm-Objektiv habe ich zwischenzeitlich ohne Wertverlust (war ein Gebrauchtes) wieder verkauft (ich hatte es ca. ein halbes Jahr) und mir stattdessen ein nur unwesentlich teuereres altes Nikon Nikkor AF 4.5-5.6/75-300mm gesteigert. Dieses zeigt nach ersten Aufnahmen einen wesentlich besseren Kontrast als das 100-300mm von Sigma. Außerdem ist das Nikkor aus solidem Metall gefertigt und vermittelt schon deswegen haptisch ein solideres und wertigeres Äußeres. Durch die Metallbauweise ist es natürlich auch wesentlich schwerer als der Plastikbomber von Sigma.

Luftkunstort Amberg – das Luftmuseum

Am 07.10.2013 wurde ich vom Regionalmarketing Oberpfalz zu der diesjährigen Preisverleihung ihres Fotowettbewerbes „Moderne Oberpfalz“ eingeladen. Dabei wurden von Frau Regierungspräsidentin Brigitta Brunner die Autoren der 25 besten Bilder ausgezeichnet, darunter auch meine Wenigkeit. Die Veranstaltung fand im Luftmuseum Amberg statt.

Für die Qualität der Bilder dieses Beitrags entschuldige ich mich, aber ich hatte nur das iPhone dabei. Alle Fotos sind freihand mit dem iPhone unter schwierigen Lichtverhältnissen ohne Blitz entstanden.

Nach der Preisverleihung stand noch eine sehr interessante Führung durch das Luftmuseum auf dem Programm. Zur Zeit gibt es dort eine Sonderausstellung des Künstlers Ewerdt Hilgemann, des „Luftschmiedes von Amsterdam“. Er evakuiert von ihm geschaffene metallene Objekte und erzeugt so eine Implosion, die zu eingeknickten Skulpturen führt. Die Sonderausstellung ist noch bis zum 12.01.2014 zu besichtigen.

Hier noch einige Impressionen von der regulären Ausstellung des Luftmuseums:

Ein Besuch des Luftmuseums lohnt sich! Weitere Infos gibt es auf der Website des Museums.

Auch auf das neueste Projekt des Initiators des Luftmuseums, des Künstlers Wilhelm Koch, darf man gespannt sein: Er plant in Etsdorf bei Amberg eine Glyptothek zu bauen. Infos darüber finden sich hier.

Blaue Stunde am Schirmitzer Weg in Weiden

Die Zeit direkt nach Sonnenuntergang wird die blaue Stunde genannt. Das Licht ist dann ideal für Nachtaufnahmen. Es ist noch nicht ganz dunkel, der Himmel ist noch bläulich, dazu kommt noch das Licht aus künstlichen Quellen wie z.B. Straßenlaternen oder Leuchtreklamen.

Gestern nutzte ich die blaue Stunde um eine Panoramaaufnahme am Schirmitzer Weg in Weiden aufzunehmen. Das Bild besteht aus fünf einzelnen Aufnahmen, aufgenommen mit dem Nikkor 1.8/50mm (G-Version) an der Nikon D800. Die Bilder wurden freihand bei ISO800 aufgenommen und in PTGUI gestitched.

Ein Klick auf das folgende Vorschaubild führt zu dem Bild in Originalgröße (23293×3831 px), in das man auch hineinzoomen kann.

Blaue Stunde am Schirmitzer Weg

Blaue Stunde am Schirmitzer Weg