Archiv für den Monat: Februar 2014

Holga Wide Pinhole Camera – Die Lochkamera

Holga Wide Pinhole Camera 120 WPCMit der Holga WPC 120 belichtet man durch ein kleines Loch (Blende 135, Lochdurchmesser 0,3mm) auf einen Rollfilm 120. Ganz ohne Objektiv und Glas! Das Bild wird im Format 6×12 cm aufgenommen, so dass auf einen Film 6 Bilder passen.

Belichtet habe ich auf Shanghai 120 GP3 (ISO 100). Die Belichtungszeiten bei strahlendem Sonnenschein lagen zwischen 7-9 Sekunden. Ein Drahtauslöser zum Feststellen ist hierbei Pflicht. Leider musste ich bei diesem Film schon öfter feststellen, dass sich der Aufdruck des dunklen Filmrückpapiers in das Negativ eingeprägt hat, daher das rechteckige Muster und die Zahlen in den folgenden Beispielbildern. Diese entstanden in Weiden am Herbstaugraben.

pinhole photography
pinhole photography

pinhole photography

Erste Ergebnisse mit dem Lomography Redscale Negative 120 Film

An einem schönen Februartag testete ich eine Rolle des Redscale Negativfilm der Lomographischen Gesellschaft in meiner Yashica Mat 124G Mittelformatkamera. Bei einem Redscale-Film werden die farbempfindlichen Schichten in umgekehrter Reihenfolge als normal belichtet da der Film quasi falsch herum in der Kamera eingelegt ist. Dabei dominieren normalerweise – je nach Belichtung – Rot- Gelb – und Orangetöne.

Yashica Mat 124G

Belichtet habe ich gem. ISO64, Nennempfindlichkeit ist ISO100. Überrascht haben mich die Violetttöne in einigen Bildern. Dass alle Bilder so aussehen als hätte man eine Vintage-Textur darübergelegt habe ich jetzt so auch nicht erwartet. Könnte vielleicht an der Entwicklung liegen? Mal sehen wie die Ergebnisse sind, wenn ich die nächsten Filme bei einer anderen Drogeriekette entwickeln lasse.

Die Ergebnisse haben auf jeden Fall einen ganz eigenen Look, der nicht jedem – und auch mir nicht immer – gefällt.

Bei den folgenden Ergebnissen gilt wie immer: Klick macht groß!

Die meisten der gezeigten Bilder entstanden in Neustadt a.d.WN in der Felixallee.

Buchtipp: Das Foto – von Harald Mante

Harald Mante - Das Foto

Das auf dem Bild gezeigte Buch ist eine ältere Auflage des Buches „Das Foto – Bildaufbau und Farbdesign“ von Harald Mante. Hier findet man die aktuelle Auflage vom Oktober 2010, erweitert auf 208 Seiten und um 60 neue Aufnahmen bereichert. Das Buch befähigt den Leser durch bewußte Komposition und Farbzusammenstellungen seine Fotos auf die nächste Stufe zu heben. Ein kompositorisches Standardwerk und eine unbedingte Empfehlung für alle, die fotografieren.

Der Autor, Harald Mante, Jahrgang 1936, verfasste viele Bildbände und Fotolehrbücher. Bis zu seiner Emeritation im Jahre 2001 war er Dozent für freie und experimentelle Farbfotografie an mehreren Hochschulen. Ich selbst las bereits Ende der 80er-Jahre Bücher von ihm mit großem Interesse. Der geometrische Aufbau und die Wahl der Farben haben mich bei seiner Bildsprache stets fasziniert.

In diesem Buch findet man keine Tipps zur Aufnahmetechnik, es geht rein um die Bildinhalte. Die folgenden Gestaltungsmittel werden ausführlich erörtert: Der Punkt, die Linie, die Fläche, allgemeine Kontraste und Farbkontraste. Im letzten Kapitel geht der Autor dann noch auf die richtige Anwendung der zuvor besprochenen Mittel ein. Illustriert wird dies alles an sehr vielen ausdrucksstarken Fotos.

Egal auf welcher Stufe ein Leser steht, ob Anfänger, Fortgeschrittener oder Profi, ich bin mir sicher, dass jeder einen Vorteil aus der (eventuelle auch wiederholten) Lektüre dieses ausgezeichneten Werkes ziehen kann.

Das Buch ist zugegebenermaßen nicht billig. Aber der hochwertige Druck und erst recht der hervorragende Inhalt rechtfertigen dies durchaus. Ist einem der Preis trotzdem zu hoch, kann man es ja gegebenenfalls auch gebraucht erstehen oder in einer öffentlichen Bibliothek finden. Eine klare Leseempfehlung!

Impressionen aus der Oberpfalz: Wernberg, Unter- und Oberköblitz

Gestern hatte ich endlich mal wieder ein bisschen Zeit um ein paar Kugelpanoramen zu fotografieren. Das Wetter spielte auch mit und so entstanden in Wernberg, Unter- und Oberköblitz vier shärische Panoramen und ein paar weitere Fotos, die ich auf Panoramio hochgeladen habe. Diese Ergebnisse stelle ich euch in diesem Blogbeitrag vor:

Beginnen wir mit den Kugelpanoramen aus Wernberg. Ein Klick auf die folgenden Little-Planet-Versionen bringt euch zum jeweiligen interaktiven Panorama in der Panoramagalerie.

Wernberg Marktplatz

Wernberg Marktplatz

Ein Klick auf das nächste Panoramabild führt euch zu einer zoombaren Version auf Panoramio in wesentlich höherer Auflösung:

Marktplatz Wernberg Panorama

Marktplatz Wernberg Panorama

Hier noch ein paar meiner Fotos aus Wernberg:

Gehen wir weiter in den Ortsteil Oberköblitz:
Oberköblitz Kirche

Und in den Ortsteil Unterköblitz:
Unterköblitz Kirche

Noch weitere Ansichten aus Unter- und Oberköblitz:

 

Kurzer Funktionstest Walimex 8mm Fisheye 1:3,5 UMC CSII

Vor kurzem testete ich ein neues Walimex 8mm Fisheye auf Funktion. Dabei handelte es sich nicht um mein eigenes Exemplar, das nebenbei bemerkt ein Samyang 8mm ist. Beide Objektive werden allerdings von Samyang in Korea hergestellt und sind absolut baugleich. In Deutschland vertreibt Walimex die Objektive unter seinem eigenen Namen. Samyang-Objektive werden unter vielerlei Markennamen vertrieben, auch z.B. Rokinon, etc.

Bei dem Objektiv, mit dem die unten gezeigten Probeaufnahmen gemacht wurden, handelt es sich um die aktuelle, zweite Version des Fisheyes. Es besitzt ebenso wie sein Vorgänger einen manuellen Fokus. Neu ist allerdings die abnehmbare Streulichtblende. Dies bringt an Vollformatkameras den Vorteil, dass ein größerer Teil des Sensors genutzt werden kann, denn eigentlich ist das Objektiv ein Vollformat-Fisheye für einen Crop-Sensor. Der Bildwinkel beträgt am Crop-Sensor 180 Grad auf der Bilddiagonalen.

Zur Anfertigung der folgenden Probeaufnahmen benutzte ich eine Nikon D300 mit Crop-Sensor. Die Bilder sind in Lightroom entwickelte RAW-Dateien, meistens auch leicht beschnitten. Das Bild vom Keramikmuseum Weiden wurde auch noch mit Nik Color Efex bearbeitet.

Die Probeaufnahmen entstanden innerhalb von 15 Minuten um die Feuerwache und die Josefskirche herum in Weiden.

Wie bei eigentlich allen Ultraweitwinkel- und Fisheye-Objektiven zeigen sich beim Walimex/Samyang sichtbare chromatische Aberrationen. Die lassen sich aber einfach in Lightroom entfernen, so dass dies in der Praxis kein Problem darstellt.

Mein Exemplar des Objektivs nutze ich hauptsächlich bei der Erstellung der Kugelpanoramen, die ihr in der Panoramagalerie ansehen könnt, mit der Vollformatkamera. Dazu werde ich vielleicht auch einmal einen Blogpost verfassen. Bilder, die ich mit meinem Samyang-Fisheye gemacht habe, finden sich z.B. in meinem Artikel

Bilder von Altenstadt und Neustadt mit dem Fisheye