Archiv für den Monat: Juni 2014

Thurn und Taxis Gartenschau 2014

2014 fand das fürstliche Gartenfestival vom 26. bis 29. Juni im Park vor dem Schloß St. Emmeram in Regensburg statt. Das diesjährige Thema war: Schöner garteln – die neue Lust am Nutzgarten.

Viele Aussteller präsentierten alles, was es für einen schönen Garten braucht: Von Gartenmöbeln, Gartenerzeugnissen, Pflanzen, weiterverarbeiteten Produkten (z.B. biologische Brotaufstriche, Brote, etc.), Gartenkunst, Brunnen, Gartengeräten bis hin zu speziellen – mit in Wachs getauchten Klopapierrollen befeuerten – Metallfackeln war alles vertreten.

Hier einige fotografische Impressionen davon: (Wie immer gilt: Klick macht groß!)

Weitere Informationen gibt es auf der offiziellen Webseite der Gartenschau.

 

Das „New Petzval Lens“ der Lomographischen Gesellschaft


Die Lomographische Gesellschaft hat sich mit dem russischen Kamerahersteller Zenit zusammengetan und die Neuauflage eines klassischen Objektivs herausgebracht: Vor knapp 200 Jahren revolutionierte Joseph Petzval mit einer Neukonstruktion den Objektivmarkt. Sein Objektivdesign erlaubte eine bis dahin ungekannte Lichtstärke und ein sehr scharfes Zentrum. Die von Zenit in Krasnogorsk produzierte und für Vollformatsensoren gerechnete Neuauflage ist völlig anders als man das von modernen Objektiven gewohnt ist: Es ist ein vollständig manuelles Objektiv, d.h. kein Chip kommuniziert mit der Kameraelektronik und es gibt keinen Autofokus. Scharfgestellt wird mit einem kleinen Rad, das sich seitlich am Objektiv befindet.
Charakteristisch ist das Bokeh (= Qualität der unscharfen Bereiche im Bild) der Linse: Das Objektiv erzeugt bei offenblendiger Verwendung ein kreisförmiges Bokeh um die scharfe Mitte des Bildes.
Ganz ungewohnt ist das Blendensystem des Petzval-Objektivs: Steckblenden aus Metall werden von oben in einen schmalen Schlitz im Objektiv eingeführt. Die Gefahr des Staubeintritts in das Objektiv ist so natürlich gegeben. Auch muss man aufpassen, dass man die einzelnen Blenden nicht verliert. Vorteil davon ist natürlich, dass die Blenden wirklich kreisrund sind und keine „Ecken“ besitzen wie das bei modernen Lamellensystemen fast unvermeidbar ist. Außerdem wurden mit dem Objektiv noch drei Steckblenden in besonderer Form geliefert: es gibt eine Tropfen-, eine Stern- und eine Sechseck-Form. Damit lassen sich Spitzlichter im Bokeh in die entsprechende Form bringen.

Ans Fotografieren mit diesem Objektiv muss man sich erst gewöhnen/einarbeiten. An modernen DSLRs tut man sich mit dem Fokussieren schwer. Verwender von Nikon-Kameras haben hier den Vorteil, dass der Schärfeindikator im Sucher trotzdem funktioniert, das ist meines Wissens nach bei Canon nicht so. Bei der Verwendung des Objektivs an einer alten Analogkamera kann man u.U. einen Schnittbildindikator zum Scharfstellen benutzen, dies erleichtert die Sache ungemein.

Das Fokussieren selbst funktioniert mit der Stellschraube seitlich am Objektiv sehr angenehm. Die Übersetzung ist groß genug und die Lage ist ergonomisch, trotzdem bietet sich ein Arbeiten vom Stativ aus an. Nach den ersten Bildern war ich vom Handling begeistert.

Bei der Bildkomposition unterliegt man der Beschränkung berücksichtigen zu müssen, dass sich der Sweet Spot, der scharfe Bildbereich, in der Mitte befindet. Je offenblendiger man arbeitet, desto deutlicher tritt dieser Effekt hervor.

Verwendet man die Linse an einer Crop-Kamera, dann wird wahrscheinlich ein Großteil des typischen kreisrunden Bokeh-Effektes mit weggeschnitten. Dies ist sehr schade, da ja dies gerade die Charakteristik des Bildes mit prägt. Ich werde das demnächst testen. Die folgenden Bildbeispiele sind mit einer Nikon D800 (Vollformat) in RAW aufgenommen, entwickelt in LR4 und mit dem Details Enhancer der Nik Tools ausgearbeitet. Bei den Blumen-Beispielbildern wurde bei der Aufnahme noch ein 20mm-Makro-Zwischenring verwendet.

Die ersten Linsen waren Anfang 2014 bei den Fotografen, die das Projekt bereits letztes Jahr auf Kickstarter unterstützten. Ich habe mein Exemplar im Februar 2014 vorbestellt, Mitte Juni kam es dann bei mir an.

Das Objektiv ist sicher nicht für jeden geeignet. Das Arbeiten damit entschleunigt deutlich! Vollständig manuelles Arbeiten ist angesagt, Kameraautomatiken funktionieren nicht. Auf keinen Fall ist die Linse ein „Immerdrauf-Objektiv“. Sicher dagegen ist, dass die Verwendung dieses Petzval-Objektivs etwas Besonderes darstellt.

Bilder, die ich mit diesem Objektiv gemacht habe, werde ich in meinem entsprechenden Flickr-Album veröffentlichen.

Der Vollständigkeit halber hier noch die Objektiv-Spezifikationen:

  • Brennweite: 85 mm
  • Größte Blende: f/2.2
  • Blendensystem: Waterhouse Steckblendensystem bis f/16
  • Bildkreis: 44mm
  • Blickwinkel: 28 Grad
  • Bajonett: Canon EF und Nikon F
  • keine elektronischen Kontakte
  • Naheinstellgrenze: 1 m
  • Filterdurchmesser: 58mm

Erste Ergebnisse mit dem Lomography Purple XR 100-400 Farbnegativfilm

Lomochrome Purple XR 100-400

Von der Lomographischen Gesellschaft gibt es seit ein paar Monaten einen Farbnegativfilm mit einer speziellen Emulsion: Nach einer normalen Farbfilmnegativentwicklung ergeben sich je nach Belichtung mehr oder weniger violette Töne im Bild. Deutlich wird dies schon in der Bezeichnung 100-400, die sich auf die Filmempfindlichkeit bezieht. Stellt man den Belichtungsmesser der Kamera auf 400 ISO, so ergeben sich dunklere, intensiv violette Farben, bei ISO 100 ist der Effekt nicht so intensiv. Die hier im Artikel im Folgenden gezeigten Bilder wurden alle mit ISO 200 belichtet.

Der Film liefert einen sehr eigenen Look, den sich der Fotograf teuer erkaufen muss: Den Film gibt es nur im Fünferpack, der ca. 60 Euro kostet. Kein billiges Vergnügen!

Aufbewahren sollte man den Film im Kühlschrank!

Hier Ergebnisse mit Naturmotiven:

Jetzt noch ein paar Bilder aus den Städten Weiden und Nabburg:

Aufgenommen wurden die Bilder dieses Beitrags mit meiner guten, uralten Minolta 7000 (Baujahr 1985!). Allerdings benutzte ich bei den meisten Fotos das Minolta AF 1.7/50mm-Objektiv, nicht das 35-70mm wie es auf dem folgenden Bild zu sehen ist:
Minolta 7000

 

Garda – Gardasee Teil 7

Garda Hafen

Garda Hafen

Der letzte Teil der Artikelserie über den Gardasee zeigt Bilder des Fremdenverkehrsortes Garda. Seine schöne Lage macht es zum idealen Ausgangsort um den See und seine Umgebung zu erkunden. Gelegen an einer schönen Bucht, die im Süden von einem markanten Tafelberg abgeschlossen wird, kann man auf Gardas Promenade, eine der schönsten am See, flanieren.

Garda besitzt eine verwinkelte Altstadt. Die Hauptgasse erstreckt sich zwischen zwei erhaltenen Tortürmen.

Hier noch einige Stimmungsfotos von Garda:

Blick von Costermano über Garda und den See

Blick von Costermano über Garda und den See

Abendstimmung Garda

Abendstimmung Garda

Hafen Garda

Hafen Garda

Sonnenuntergang Garda

Sonnenuntergang Garda

Hier noch ein Bild vom Sonnenuntergang im direkt benachbarten Bardolino:

Sonnenuntergang in Bardolino

Sonnenuntergang in Bardolino

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