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Zenit 122 mit MC Helios 44M-5 58mm/2.0

Zenit 122

Hier präsentiere ich die Ergebnisse des ersten von mir mit einer Zenit 122 belichteten Films. Die Zenit 122 ist eine russische Kunststoffkamera mit einem TTL-Belichtungsmesser. Im Sucher befinden sich zwei rote und eine grüne LED, diese signalisieren Über-, Unter- oder richtige Belichtung. Produziert wurde die Kamera seit 1990. Sie besitzt ein Schraubbajonett und ist ziemlich einfach aufgebaut. Am Body sitzt ein Helios 58mm/2.0-Objektiv.

Die erhaltenen Ergebnisse der ersten Filmrolle (AGFA APX100, SW-Film) haben mich sehr angenehm  überrascht. Die Belichtung gemäß den angezeigten Indikatoren des eingebauten Belichtungsmessers ist ziemlich genau. Den Film ließ ich bei Rossmann entwickeln, dieser wurde dann gescannt und die Bilder in Lightroom etwas bearbeitet. Die Fotos entstanden zum größten Teil in Nabburg.

 

Erste Ergebnisse mit dem Lomography Redscale Negative 120 Film

An einem schönen Februartag testete ich eine Rolle des Redscale Negativfilm der Lomographischen Gesellschaft in meiner Yashica Mat 124G Mittelformatkamera. Bei einem Redscale-Film werden die farbempfindlichen Schichten in umgekehrter Reihenfolge als normal belichtet da der Film quasi falsch herum in der Kamera eingelegt ist. Dabei dominieren normalerweise – je nach Belichtung – Rot- Gelb – und Orangetöne.

Yashica Mat 124G

Belichtet habe ich gem. ISO64, Nennempfindlichkeit ist ISO100. Überrascht haben mich die Violetttöne in einigen Bildern. Dass alle Bilder so aussehen als hätte man eine Vintage-Textur darübergelegt habe ich jetzt so auch nicht erwartet. Könnte vielleicht an der Entwicklung liegen? Mal sehen wie die Ergebnisse sind, wenn ich die nächsten Filme bei einer anderen Drogeriekette entwickeln lasse.

Die Ergebnisse haben auf jeden Fall einen ganz eigenen Look, der nicht jedem – und auch mir nicht immer – gefällt.

Bei den folgenden Ergebnissen gilt wie immer: Klick macht groß!

Die meisten der gezeigten Bilder entstanden in Neustadt a.d.WN in der Felixallee.

Stadtrundgang mit der analogen Nikon EM und dem Soligor 2.8/20mm-Objektiv in Weiden

Am 02. Dezember lud ich die alte Nikon EM mit einem AGFA APX 100 Schwarzweißfilm und machte einen kleinen Spaziergang durch die Weidener Altstadt und den Weihnachtsmarkt. An der Kamera hatte ich ein Soligor 2.8/20mm-Objektiv. Der Film wurde bei Rossmann entwickelt, von mir gescannt und in LR ein bisschen optimiert.

Wie immer gilt: Klick macht groß.

Ein Artikel über die Nikon EM wird demnächst folgen.
Hier ist noch ein Bild meiner Nikon EM, allerdings nicht mit dem verwendeten 20mm-Objektiv von Soligor, sondern mit einem Nikkor 1.8/50mm der E-Serie.
Nikon EM with Nikkor 1.8/50mm E

Holgagrafie: Auf dem Weg zum Flickr-Stammtisch Weiden

Letzte Woche am Dienstag, 28.05.2013, fand mal wieder der Weidener Flickr-Stammtisch der Flickrgruppe Weiden statt. Vor dem eigentlichen Stammtisch trafen sich die Mitglieder in der Weidener Innenstadt um noch ein bißchen gemeinsam zu fotografieren. Leider konnte ich da noch nicht dabei sein, weil ich das gute Wetter noch für diverse Gartenarbeiten nutzen musste.

Dafür fotografierte ich später dann auf dem Weg vom Auto zum eigentlichen Stammtisch in der Milchbar, dem Stammlokal des Stammtisches, noch einen Fuji Farbfilm mit der Holga. Leider dauerte die Entwicklung bei einer Drogeriekette über eine Woche, so dass ich euch die Bilder erst jetzt zeigen kann.

Warnhinweis: Die Bilder einer Holga sind ja sehr „speziell“. Wer also meinen Einführungsartikel zur Holgagrafie nicht gelesen hat und bisher von einer Holga auch noch nichts gehört hat, der sollte nicht erschrecken! 🙂

Holgagrafie: Eine kurze Einführung

Die Holga ist eine billige Plastikkamera, die für den chinesischen Massenmarkt in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts entwickelt wurde. Sie belichtet 120er Mittelformatfilm entweder im Format 6×6 oder 4,5×6 cm. Die Formatauswahl erfolgt durch zwei verschiedene Masken, die hinter das Objektiv gesteckt werden. Lässt man die Masken weg, bekommt man nicht reproduzierbare Unschärfeeffekte, da der Film dann nicht mehr unbedingt plan liegt.

Die Einstellmöglichkeiten sind bei einer Holga sehr limitiert: Es stehen nur zwei Blenden zur Verfügung, offiziell f8 und f16, in Wirklichkeit eher f13 und f19. Die Entfernung wird grob über einen mit Symbolen verzierten Einstellring festgelegt. Die Plastiklinse (mittlerweile gibt es auch Modelle mit einer einfachen, unvergüteten Glaslinse) besitzt eine Festbrennweite von ca. 60 mm. Die Verschlußzeit beträgt ca. 1/100 s, manche Modelle bieten noch die Möglichkeit, den Verschluß solange offen zu halten, wie der Auslöser gedrückt wird (Bulb).

Im Laufe der Zeit kamen immer mehr Modelle mit verschiedensten Ausstattungsmerkmalen auf den Markt. Es gibt Holgas mit Plastik- oder Glaslinsen, sie sind aber auch als Lochkameras erhältlich. Desweiteren gibt es Modelle mit Lichtschachtsucher, für 3D-Fotografie und für Panoramafotografie. Alles sind analoge Apparate für Mittelformat- oder Kleinbildfilm.

Erhältlich sind die verschiedenen Modelle über die Bucht von Anbietern aus Hongkong, etwas teuerer wird es bei deutschen Händlern.

Die Ergebnisse, die man mit einer Holga erzielt sind alles andere als perfekte Bilder. Aufgrund der billigen Bauart ergeben sich eine Fülle von Abbildungsfehlern, die aber gerade den Reiz der Aufnahmen ausmachen. Einige dieser eingebauten „Features“ sind zum Beispiel:
Die Bilder vignettieren stark; der Ort maximaler Schärfe liegt im Zentrum, zum Rand hin werden die Bilder sichtlich unscharf; vom sichtbaren Farbspektrum werden am unteren und oberen Ende Wellenlängen abgeschnitten, auch gibt es deutliche chromatische Aberationen, dies führt zu einer charakteristischen Farbstimmung bei Holgabildern; oft gibt es auch Lichtlecks, die die Bilder einer Holga einzigartig machen. Die Lichtlecks und das rote Sichtfenster in der Rückwand, das die Bildnummer des Films bei Mittelformatmodellen zeigt, werden aber auch oft mit Klebeband abgedichtet damit kein Licht eindringen kann.

Der manuelle Filmtransport bietet Raum für kreative Einsatzmöglichkeiten. So sind z.B. Mehrfachbelichtungen oder überlappende Belichtungen sehr einfach realisierbar.

Das Fotografieren mit einer Holga ruft bei den Betrachtern unterschiedliche Reaktionen hervor: Auf der einen Seite genießt die Holga Kultstatus, auf der anderen Seite gibt es viele, die diese Art der Fotografie zutiefst verabscheuen. Für mich ist das Fotografieren mit der Holga ein Experiment. Manchmal gefallen mir die Ergebnisse, oft auch nicht.

Wie steht ihr zur Holgagrafie? Mögt ihr sie oder haßt ihr sie? Lasst es mich doch in den Kommentaren wissen.

Für meine Bilder verwende ich eine Holga 120N. Es ist das einfachste Modell für Mittelformatfilm mit Plastiklinse und Mittenkontaktblitzschuh.

Zum Schluß noch Bilder eines von mir bei einem Rundgang durch Nabburg (Oberpfalz/Bayern/Deutschland) aufgenommenen Films, schwarzweiß, Kodak Tmax pro 100, 06/2002 abgelaufen. Belichtet am 24.05.2013 bei sehr bedecktem Himmel. Es sind nur elf Bilder, da ich den Film beim Einspulen in die Kamera zu weit gedreht habe. Die Ergebnisse in ihrer Unvollkommenheit erinnern mich an mehr als 100 Jahre alte Aufnahmen.

Weitere Holgaexperimente werde ich in loser Reihenfolge hier im Blog präsentieren.

Oldtimertreffen 2013 in Weiden i.d.Opf.

Vor einer guten Woche, am 05.05.2013 war es mal wieder soweit. Der AvD organisierte ein Oldtimertreffen in der Weidener Fußgängerzone rund um das alte Rathaus. 179 betagte motorisierte Vehikel konnten bei gutem Wetter von den Besuchern dieses Events bestaunt werden. Darunter befand sich sogar ein 103 Jahre alter Buick.
Yashica Mat - 124 G

Zu den alten Autos, so dachte ich mir, passt auch eine alte Kamera. So zog ich am Vormittag los, um mit meiner doppeläugigen (einer TLR = Twin-Lens-Reflex) Yashica Mat 124 G nun endlich doch einmal den vor einem halben Jahr eingelegten Schwarzweiß-Film zu belichten. Die Negative wurden gescannt und in LR4 noch etwas angepasst. Alle 12 Fotos des Films findet Ihr hier (Klick macht groß bzw. Diashow) :

Nachmittags war ich dann nochmal mit meiner Nikon D800 und dem Ultraweitwinkelzoom 12-24mm von Sigma unterwegs um ein paar Impressionen einzufangen: