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Vergleich der Fotodrucker Canon Selphy CP1300 und HP Sprocket Plus

Fotodrucker – Größenvergleich

In diesem Artikel vergleiche ich subjektiv die beiden mobilen Fotodrucker Sprocket Plus von HP und den Canon Selphy CP1300. In einem früheren Beitrag bin ich ja schon mal auf den Canon Selphy CP900 eingegangen.

Allein schon vom obigen Bild wird ein prinzipieller Unterschied klar: die Größe. Sowohl die Gerätegröße als auch die Größe der Fotos, die gedruckt werden können. Der Drucker von HP ist so klein, dass er notfalls in eine (große) Hemdtasche passt und so problemlos überall hin mitgenommen werden kann. Dafür sind die Ausdrucke aber auch nur 5,8 mal 8,7 cm groß. (Den HP gibt es auch noch in einer kleineren Ausführung, da ist dann ein Ausdruck nur 5×7,6 cm groß.) Der Canon ist deutlich größer, also nicht für die Westentasche geeignet. Er lässt sich aber problemlos transportieren und dann lokal aufstellen. Die Standartausdrucke beim Canon haben Postkartengröße (10 mal 14,8 cm), es sind aber noch andere, kleinere Papiergrößen erhältlich. Z.B. Sticker im Format 5,4 mal 5,4 cm oder Papier im Visitenkartenformat. Dazu benötigt man aber eine separat zu erwerbende Papierzuführung.

Beim folgenden Größenvergleich der Ausdrucke ist zu beachten, dass die weißen Ränder vom Canon-Ausdruck immer mit ausgegeben werden und noch abgetrennt werden müssen. Abbruchkanten sind vorhanden, so dass man sie bequem ohne Werkzeug, nur mit der Hand, abtrennen kann. Die obigen Größenangaben beim Canon beziehen sich auf das endgültige, vom Rand berfreite Bild.

Die Ausdrucke beim HP haben eine selbstklebende Rückseite, beim Canon besitzen nur die „Sticker“ eine selbstklebende Rückseite.

Der HP verbindet sich über Bluetooth mit mobilen Endgeräten, mit der entsprechenden App kann dann gedruckt werden. Ein Drucken vom Desktop aus ist nicht vorgesehen. Beim Canon druckt man über WLAN. Entweder über ein vorhandenes Netz, in dem sich der Drucker und das Gerät mit den Fotos befindet oder über ein vom Drucker erzeugtes Netz, in dem sich das Gerät mit den Fotos dann einloggt. Für mobile Endgeräte gibt es auch von Canon eine App, zusätzlich existieren aber auch Treiber für Computer. Außerdem kann man auch noch über eine SD-Karte, die man in den Drucker steckt, seine Fotos drucken. Leider verarbeitet der Canon keine RAW-Dateien von Nikon-Kameras. Mit Canon-RAW-Dateien soll es angeblich funktionieren, das konnte ich aber selbst nicht verifizieren, da ich keine Canon Kameras habe.

Mit dem Canon-Gerät hat man eindeutig mehr Möglichkeiten: Man kann auch verschiedene Ausdruckmodi benutzen. Z.B. gibt es die Möglichkeit Collagen aus mehreren Bildern oder auch Passbilder zu drucken.

Auch bei der Qualität der Ausdrucke hat meiner Meinung nach eindeutig der Canon-Drucker die Nase vorn. Hier ein Ausschnitt aus einem Canon-Druck:

Canon-Ausdruck

Und zum Vergleich ein Ausdruck von derselben Datei mit dem HP:

HP-Ausdruck

Der HP liefert ein dunkleres Ergebnis mit deutlichen Artefakten und Tonwertabrissen. Die Farben des Canon wirken brillianter.

Der Druckvorgang geht beim HP schneller als beim Canon. Beim HP kommt das Bild bei einem Druckvorgang aus dem Printer, beim Canon wird das Fotopapier in vier Durchgängen gedruckt, was natürlich Zeit kostet.

Kommen wir zu den Kosten. Zunächst die Anschaffung der Drucker: Der HP liegt momentan bei ca. 140 Euro, der Canon bei ca. 120 Euro. Mitgeliefert wird bei beiden Modellen kein Papier. Will man mit dem Canon ohne Stromnetz drucken, so fallen noch einmal ca. 55 Euro für den (empfehlenswerten) Akku an. Dieser wird beim Canon geladen, indem man ihn an den Drucker anschließt und den Drucker dann mit dem Stromnetz verbindet. Der Akku benötigt also kein zusätzliches Ladegerät, der Drucker ist das Ladegerät. Der HP kann nur mit dem eingebauten Akku betrieben werden, dieser wird über ein USB-Kabel aufgeladen.

Beim HP kommt ein Ausdruck auf ca. 60 Cent, beim Canon mit Originalpapier auf ca. 26 Cent. Im HP-Drucker soll man laut Web auch Zink-Papier anderer Hersteller (z.B. Polaroid) verwenden können, ob das günstiger ist, kann ich nicht beurteilen, da ich es selbst nicht probiert habe. Auch für den Selphy gibt es Fremdhersteller, da kann man die Druckkosten nochmal ein paar Cent drücken. EInen Fremdhersteller habe ich mal ausprobiert, da ist die Haptik der Oberfläche anders als beim Original. Ob die Prints auch so lichtbeständig und langlebig sind, wie Canon bei seinem Originalprodukt verspricht, kann ich nicht beurteilen.

Mein subjektives Fazit:

Wer nur mal ein paar Bilder „on the go“ vom Handy für die Oma ausdrucken will und mit der schlechteren Druckqualität leben kann, der ist beim HP gut aufgehoben. Wer einen Qualitätsausdruck möchte und die größeren Abmessungen des Geräts nicht scheut, der greift zum Canon. Der ist auch noch günstiger bei den Ausdrucken und wenn man keinen Akku braucht auch bei der Anschaffung.

Hier nochmal alle Bilder des Beitrags (und noch ein paar mehr!) zum Anklicken in großer Darstellung:

Zum Schluß der Hinweis, dass ich mir beide Geräte selbst gekauft und nicht von irgendjemand zur Verfügung gestellt bekommen habe!

Canon Selphy CP900 Fotodrucker

Eigentlich drucke ich ja Fotos nicht selbst aus sondern lasse sie bei professionellen Services auf das entsprechende Wunschmedium ausbelichten. Dies bringt eine bessere Qualität als mit einem Tintenstrahldrucker und obendrein ist es auch noch günstiger.

Canon Selphy CP900

Trotzdem habe ich mir jetzt vor einigen Wochen den Canon Selphy CP900 zugelegt. Mit ihm lassen sich Fotoausdrucke bis zum Postkartenformat 10x15cm erzeugen. Der Drucker besitzt die Möglichkeit per USB, SD-Karte oder WLAN zu drucken. Mit der WLAN-Anbindung kann man von iPhones, iPads oder Android-Devices aus der entsprechenden kostenlosen Canon App direkt ohne Umwege ausdrucken, was besonders praktisch ist. Damit kommt das Polaroid-Gefühl auf, bei dem man Fotos kurz nach dem Auslösen vor sich hat.

Schwach ist allerdings, dass dem neu gekauften Drucker keinerlei Verbrauchsmaterial von Canon beigegeben wurde. Da ich dies bereits vor dem Kauf in diversen Foren gelesen hatte, bestellte ich gleich Papier und Druckerkartuschen dazu und konnte sogleich mit dem Drucken beginnen. Wer dies nicht weiß, der schiebt nach dem Auspacken des Druckers erst mal solange Frust bis er sich mit Verbrauchsmaterial versorgt hat. Fotopapier und Kartuschen werden übrigens immer zusammen im Paket angeboten. Für kleinere Formate wie Visitenkarten oder Sticker benötigt man zusätzlich eine extra Papierkassette.

Die Einrichtung des Druckers im Netzwerk war kein Problem, ist man unterwegs und hat kein externes WLAN, kann man seine mobilen Devices auch direkt per WLAN mit dem Drucker verbinden. Zusätzlich kann man sich auch einen Akku und ein spezielles Ladegerät zulegen um vom Stromnetz unabhängig zu werden. Dafür muss man dann aber mehr ausgeben als für den Drucker selbst!

Der Drucker verfügt über noch weitere Features wie z.B. einen Passfotodruck, etc. Alle technischen Daten findet man auf der übersichtlichen Canon-Produktseite.

Vor meinem Kauf habe ich mir auch noch den Fotodrucker von Polaroid angesehen. Er ist wesentlich kompakter und hat einen eingebauten Akku. Allerdings habe ich mich aus zwei Gründen gegen diesen Drucker entschieden: Zum einen soll die Qualität der Fotos mehr als bescheiden sein, zum anderen kann man keine Ausdrucke direkt von iDevices machen. Zwei wirklich entscheidende Punkte.

Canon Selphy CP900

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass sich die Bildqualität beim Selphy CP900 sehen lassen kann. Außerdem erklärt Canon, dass die Ausdrucke angeblich 100 Jahre farbecht bleiben, man wird sehen… Staub sollte man vom Inneren des Druckers aber fernhalten, sonst kann es passieren, dass man unschöne Streifen auf den Ausdrucken erhält. Für ein Bild von Postkartengröße benötigt der Drucker laut Canon ca. 47 Sekunden, dabei wird das Papier in drei Durchgängen bedruckt. Ein Ausdruck schlägt dabei mit ca. 35 Cent zu Buche. Leider liefert eine leere Druckkartusche viel Müll! Daran könnte Canon noch arbeiten. Von Fremdherstellern gibt es momentan kein günstigeres Verbrauchsmaterial.

Ach ja, hier noch ein Tipp: Will man direkt aus der Kamera drucken (per USB mit PictBridge), muss man unbedingt JPG-Dateien mit abspeichern, der Drucker erkennt keine RAW-Dateien.

Mein Fazit: ich kann den Drucker allen empfehlen, die ab und an mal sofort ein paar Fotos im Postkarten- oder Visitenkartenformat benötigen oder schnell mal mit ihrem Smartphone ein Sofortbild schießen wollen. Um bei einer Feier mal kurz ein paar Fotos zum Verschenken zu drucken ist er auch optimal, ich bin mit meiner Wahl zufrieden.