Schlagwort-Archive: Samyang

Die Josefskirche in Weiden

St. Josef Weiden

Eigentlich wollte ich ja Oldtimer in der Weidener Altstadt fotografieren, aber leider war ich wohl zur falschen Zeit vor Ort. Von Oldtimern keine Spur. Auf dem Rückweg zum Auto habe ich dann noch ein paar Bilder quasi en passant von der Kirche St. Josef gemacht.

Die Kirche wurde erst um 1900 in kurzer Zeit erbaut. Der Baustil ist neuromantisch, die Innenausstattung Jugendstil.

Hier noch zwei 360°-Panoramen vom Innenraum:

Weitere Informationen zur Kirche findet man hier.

 

 

Walimex 2.8/14mm erste Eindrücke

Walimex pro 2.8/14mm

Hier ein erster Erfahrungsbericht vom Walimex pro 2.8/14mm-Objektiv. Das zum Samyang 2.8/14mm baugleiche Ultraweitwinkel-Objektiv ist für das Vollformat gerechnet und besitzt eine fest verbaute Streulichtblende. Die Frontlinse ist stark gekrümmt, das Objektiv ist innenfokussierend (manuell!). Dafür hat das Objektiv auch einen gewaltigen Bildwinkel von 115 Grad (bzw. 94 Grad am Crop).

Aufgrund seiner Lichtstärke ist das Objektiv relativ groß. Bei den folgenden Bildern befindet sich ein Größenvergleich mit dem fürs Crop-Format gerechnete Samyang 8mm-Fisheye, das ich bisher für meine Kugelpanoramen an der D800 benutzt habe. Vergleicht man die Größe des Walimex 14mm mit dem Sigma 12-24mm, so ist das Walimex trotzdem deutlich kleiner.

Da ich ein bekennender Weitwinkelfan bin, war ich auf das wegen seiner Schärfe im Netz vielgelobte Walimex/Samyang gespannt. Der Fakt, dass der Fokusring bei der Unendlichstellung nicht korrekt justiert sein soll, kann ich bei meinem Exemplar nicht bestätigen. Nutzer diverser Foren berichten hier von einer gewissen Serienstreuung.

Die Haptik gefällt mir gut. Das Objektiv besitzt einen Chip, so dass man alle Automatikprogramme nutzen kann. Man muss dazu den Blendenring auf die rote 22 stellen. Blendet man etwas ab, bekommt man von vorne bis hinten alles scharf und man braucht eigentlich nur bei extrem nahen Einstellungen mal fokussieren (Naheinstellgrenze: 28 cm). Der Fokusring läuft leicht und ist angenehm zu bedienen.

Es folgen einige Testfotos, die ich im schönen Nabburg in der Oberpfalz gemacht habe. Sie entstanden mit einer Nikon D800 und wurden mit Lightroom entwickelt:

Und jetzt noch einige Testbilder aus Amberg. Die Bilder im Kircheninnenraum wurden bei ISO2000 und offenblendig bei F2.8 frei Hand aufgenommen.

Fazit:

Mir gefällt das Walimex pro 14mm sehr gut. Es ist kompakter und leichter als mein Sigma 4.0/12-24mm-Objektiv. Da ich das Sigma sowieso nur an den Brennweitengrenzen einsetze, überlege ich, ob ich es nicht verkaufen sollte. Das Walimex würde mir genügen.

 

 

 

Der Parkstein – ein erloschener Vulkan mitten in der Oberpfalz

Parkstein 2015

Mitten in der Oberpfalz gibt es einen erloschenen Vulkan, den Parkstein. Der Parkstein gehört zu den 100 schönsten Geotopen Bayerns und wurde mit dem Prädikat „Nationales Geotop“ ausgezeichnet. Bereits Alexander von Humbold nannte den Berg den schönsten Basaltkegel Europas.

Viele Infos zur Geologie des Parksteins vermittelt das Museum „Vulkanerlebnis Parkstein“. Highlight des Museums ist ein stündlich erlebbarer künstlicher Vulkanausbruch.

Besonders interessant finden viele Besucher die 38 Meter hohe Basaltwand des Berges. Die fünf- oder sechseckigen Basaltsäulen bilden ein faszinierendes Muster.

Doch der Parkstein hat noch mehr zu bieten als seine Geologie: Links neben der imposanten Basaltwand befindet sich eine kleine Mariengrotte. Auf der Bergspitze (595 m) befindet sich die Bergkirche St. Marien zu den 14 Nothelfern. Von dort oben genießt man einen herrlichen Weitblick über die oberpfälzer Landschaft. Nicht unerwähnt bleiben sollten auch die Überreste der Burganlage des „Hohen Parkstein“, urkundlich erstmals 1052 erwähnt. Diese passiert man beim Aufstieg zum Gipfel.

Hier noch einige Kugelpanos (ich empfehle den Vollbildmodus!) vom Parkstein (auch in der Panoramagalerie enthalten):


on the top of Parkstein


on the top of Parkstein 2


on the top of Parkstein 3


ruins of Parkstein’s castle


Basaltkegel Parkstein


Mariengrotte Parkstein

 

 

Foto Basics: Die Blende

Dies ist der erste Artikel, der sich mit fotografischem Grundlagenwissen beschäftigt. Er richtet sich an Einsteiger, die ihr Wissen erweitern wollen und so ihre Bilder auf das nächste Level bringen möchten. Umsteiger, die von einer einfachen Point-and-Shoot-Kamera, bei der man nur den Auslöser drücken konnte, sonst aber keine Eingriffe in den Bildentstehungsprozess möglich waren, auf eine Spiegelreflexkamera oder eine Systemkamera aufgerüstet haben, werden mit vielen Zahlen konfrontiert: Blende, Verschlußzeit, ISO oder Brennweite. Erst die Kenntnis, was diese Werte bei einem Foto bewirken und der bewußte Umgang damit ermöglicht eine geplante Bildwirkung. Die teuere Spiegelreflex- oder Systemkamera einfach auf Totalautomatikstellung zu betreiben bringt keine besseren Bilder als beim „Knipsen“ mit einer einfachen Point-and-Shoot-Kamera.

Erklärungen zu den Grundlagen der Fotografie werden hier im Blog in loser Folge immer mal wieder erscheinen. Los geht’s mit der Blende, die jedes moderne Objektiv besitzt.

Die Blende steuert die Bildhelligkeit des aufgenommenen Gegenstandes auf dem Sensor (bzw. Film). Dank einer Irisblende kann man die Öffnung der Blende verändern. Eine Irisblende hat viele überlappende Blendenlamellen, so dass sich die Blendenöffnung pupillenartig vergrößern und verkleinern lässt. Je größer die Blendenöffnung, desto mehr Licht fällt auf den Bildsensor. Dabei ist es für den Anfänger oft verwirrend, dass eine große Blendenöffnung  einer kleinen Blendenzahl entspricht. Dies ist in den nächsten Bildern an einem Samyang 85mm-Objektiv verdeutlicht. Blende 1.4 (Offenblende) zeigt eine große Lichtöffnung, bei Blende 8 ist sie deutlich kleiner.

Samyang 85mm/1.4

Blendenvergleich

Blendenöffnungsvergleich beim Samyang 85mm/1.4: Offenblendig und bei Blende 8

Wie kommt nun der Zahlenwert der Blende zustande? Wäre es nicht einfacher, den Öffnungsdurchmesser der Blende als Zahlenwert in Millimeter anzugeben? Nein, das geht deshalb nicht, da die Blende die Helligkeit des Bildes auf dem Sensor regelt und diese hängt auch noch von der Brennweite des verwendeten Objektivs ab. Vergleicht man die Bildhelligkeit eines Gegenstandes, der mit einem  Weitwinkel- und einem Teleobjektiv bei gleichem Öffnungsdurchmesser der Blende aufgenommen wurde, dann ist das vom Teleobjektiv erzeugte (größere) Abbild des Gegenstandes dunkler. Die verwendeten Blendenzahlen berücksichtigen dies, so dass die Bildhelligkeit eines aufgenommenen Gegenstandes bei gleicher Blendenzahl stets die gleiche ist. Dies ist für die Belichtungsmessung wichtig.

Die nächste Abbildung demonstriert die verschiedene Bildhelligkeit bei verschiedenen Blendenwerten. Die restlichen Aufnahmeparameter (ISO, Verschlußzeit und Brennweite) wurden dabei nicht verändert. Bei Blende 5.6 ist das Foto zu hell, bei Blende 10 ist es richtig belichtet und bei Blende 16 ist es unterbelichtet.

Für den Anfänger mag der Zusammenhang zwischen der Blende und der Schärfentiefe noch interessant sein. Unter der Schärfentiefe versteht man den Bereich vor und hinter der genauen Einstellebene, der noch als ausreichend scharf wahrgenommen wird. Die Schärfentiefe wird um so größer, je mehr man abblendet (die Blendenöffnung verkleinert), also je größer die Blendenzahl wird. Die folgenden Bilder veranschaulichen dies (aufgenommen mit dem Walimex 85mm/1.4-Objektiv an einer Nikon D300).

Die Schärfentiefe hängt auch noch von der Brennweite des Objektivs ab. Bei gleicher Blende und Entfernungseinstellung ist die Schärfentiefe bei Weitwinkelobjektiven größer als bei Telebrennweiten.

Normalerweise ist die Blende beim Blick durch den Sucher vollständig geöffnet und wird erst direkt vor der Belichtung nach dem Drücken des Auslösers auf den eingestellten Wert (=Arbeitsblende) geschlossen. So hat man ein helles Sucherbild, kann aber den endgültigen Schärfeverlauf nicht kontrollieren. Bessere Spiegelreflexmodelle bieten hier Abhilfe mit einer sogenannten Abblendtaste. Solange diese gedrückt wird schließt sich die Blende auf den voreingestellten Wert, der Sucher verdunkelt sich entsprechend und man sieht den Schärfeverlauf so, wie er auf dem Foto sein wird.

Gestalterisch ist es oft nicht sinnvoll, alles von vorne bis hinten im Bild völlig scharf zu haben. Bildwichtige Details können über einen gezielt gesetzten Schärfeverlauf hervorgehoben werden. Bei Portraits lässt man z.B. den Hintergrund bewußt in der Unschärfe verschwinden, dafür verwendet man dann eine große Blende.

Leider sind lichtstarke Objektive mit einer großen Anfangsblendenöffnung sehr teuer. Generell gilt: je größer die Anfangsblende, desto teuerer (und auch schwerer) das Objektiv. Ein Tipp ist hierbei ein 50mm/1.8-Normalobjektiv. Alle Spiegelreflexkamerahersteller bieten ein solches Objektiv zu einem günstigen Preis an.

Fotografiert man mit ganz kleinen Blendenöffnungen, so kommt es trotz der großen Schärfentiefe zu einem allgemeinen Schärfeverlust. Hervorgerufen wird dieser durch die Beugung der Lichtstrahlen an den Rändern der Blende. Besonders fällt das bei Lochkameraaufnahmen auf, da hier mit extrem kleinen Blendenöffnungen gearbeitet wird. Das folgende Bild, aufgenommen mit einer Lochblende an einer Digitalkamera zeigt diesen Effekt deutlich.

Lochkameraaufnahme – große Schärfentiefe aber allgemeine Unschärfe

 

 

Schönsee

Schönsee ist ein kleiner, ca. 2500 Einwohner zählender Ort im Herzen des Oberpfälzer Waldes. Es liegt ganz in der Nähe zur tschechischen Grenze. Nur wenige Kilometer östlich befindet sich der Böhmerwald-Aussichtsturm, der höchste Ort im Landkreis Schwandorf.

Im Mittelalter wurde in der waldreichen Umgebung Holzkohle für die zahlreichen Eisenhämmer hergestellt. Als zu Beginn des 19. Jahrhunderts die Glasherstellung eine immer größere Bedeutung in der Gegend erhielt, lösten Glasschleifereien die Eisenhämmer ab. Heutzutage stellt der Tourismus die wichtigste Einnahmequelle dar. 2006 wurde im Kommunbrauhaus ein bayerisch-böhmisches Kulturzentrum, das „Centrum Bavaria Bohemia“ eingerichtet.


Ein Klick auf die folgenden „Little Planets“ führt zu dem jeweiligen interaktiven Kugelpanorama in der Panoramagalerie. Dort kann man mit gedrückter linker Maustaste in alle Richtungen schauen. (Hinweis für iPad/iPhone-Nutzer: Flash-fähigen Browser verwenden!)

Rathaus Schönsee

Kulturzentrum

Kulturzentrum

Kirche Schönsee

Hauptstraße Schönsee

Brücke Schönsee

Brücke 2 Schönsee

Alle Bilder und Panoramen wurden am 07.03.2014 aufgenommen.

Oberpfälzer Landpartie

Begleiten Sie mich in diesem Beitrag auf einer Fahrt durch kleine oberpfälzer Dörfer. Beginnen wir beim KTB, dem Kontinentalen Tiefbohrprogramm, in der Nähe von Windischeschenbach. Dort wurde in den 90er-Jahren eines der tiefsten Löcher auf der Erde gebohrt. Bei dem geologischen Forschungsprojekt stieß man bis zu einer Tiefe von 9101 Metern in das Innere der Erde vor. Der Bohrturm wurde als Forschungsdenkmal erhalten und ist weithin sichtbar. Man kann den Bohrturm und das angegliederte Geoinformationszentrum besuchen.

Weiter geht die Fahrt über die Dörfer Pleisdorf, Bernstein, Premenreuth nach Reuth. In Reuth befindet sich eine Schloßbrauerei. Von hier aus geht es über Thumsenreuth nach Friedenfels. Hier steht ebenfalls eine bekannte Brauerei.

Ein Klick auf die folgenden Little Planets führt zu den entsprechenden interaktiven Kugelpanoramen in der Panoramagalerie. Dort kann man mit gedrückt gehaltener linker Maustaste in alle Richtungen schauen. (Die Kugelpanoramen sind sehr groß, das Laden dauert ein bißchen.)

Käßberg Reuth:

Reuth

Kirche in Thumsenreuth:

Thumsenreuth

Kirche in Friedenfels:

Friedenfels

Kurzer Funktionstest Walimex 8mm Fisheye 1:3,5 UMC CSII

Vor kurzem testete ich ein neues Walimex 8mm Fisheye auf Funktion. Dabei handelte es sich nicht um mein eigenes Exemplar, das nebenbei bemerkt ein Samyang 8mm ist. Beide Objektive werden allerdings von Samyang in Korea hergestellt und sind absolut baugleich. In Deutschland vertreibt Walimex die Objektive unter seinem eigenen Namen. Samyang-Objektive werden unter vielerlei Markennamen vertrieben, auch z.B. Rokinon, etc.

Bei dem Objektiv, mit dem die unten gezeigten Probeaufnahmen gemacht wurden, handelt es sich um die aktuelle, zweite Version des Fisheyes. Es besitzt ebenso wie sein Vorgänger einen manuellen Fokus. Neu ist allerdings die abnehmbare Streulichtblende. Dies bringt an Vollformatkameras den Vorteil, dass ein größerer Teil des Sensors genutzt werden kann, denn eigentlich ist das Objektiv ein Vollformat-Fisheye für einen Crop-Sensor. Der Bildwinkel beträgt am Crop-Sensor 180 Grad auf der Bilddiagonalen.

Zur Anfertigung der folgenden Probeaufnahmen benutzte ich eine Nikon D300 mit Crop-Sensor. Die Bilder sind in Lightroom entwickelte RAW-Dateien, meistens auch leicht beschnitten. Das Bild vom Keramikmuseum Weiden wurde auch noch mit Nik Color Efex bearbeitet.

Die Probeaufnahmen entstanden innerhalb von 15 Minuten um die Feuerwache und die Josefskirche herum in Weiden.

Wie bei eigentlich allen Ultraweitwinkel- und Fisheye-Objektiven zeigen sich beim Walimex/Samyang sichtbare chromatische Aberrationen. Die lassen sich aber einfach in Lightroom entfernen, so dass dies in der Praxis kein Problem darstellt.

Mein Exemplar des Objektivs nutze ich hauptsächlich bei der Erstellung der Kugelpanoramen, die ihr in der Panoramagalerie ansehen könnt, mit der Vollformatkamera. Dazu werde ich vielleicht auch einmal einen Blogpost verfassen. Bilder, die ich mit meinem Samyang-Fisheye gemacht habe, finden sich z.B. in meinem Artikel

Bilder von Altenstadt und Neustadt mit dem Fisheye

Bilder von Altenstadt und Neustadt mit dem Fisheye

Freitag, 27.12.2013. Die Temperatur ist viel zu hoch für Ende Dezember. Entgegen dem Wetterbericht strahlt die Sonne von einem blauen Himmel. Zeit, ein paar Bilder zu machen. Ein kurzer Trip in die Nachbargemeinden Altenstadt und Neustadt an der Waldnaab wird unternommen.

Fotografiert wird mit der Nikon D300, teilweise vom 3m-Monopod. Alle Fotos sind mit dem Samyang 8mm-Fisheye gemacht. Am Crop-Sensor der D300 ist es ein Fullframe-Fisheye. 180 Grad Blickwinkel in der Bilddiagonalen. Normalerweise verwende ich es, um Kugelpanoramen mit der D800 anzufertigen.

Hier sind die Ergebnisse (ein Klick auf das entsprechende Bild führt zu einer größeren Ansicht auf Panoramio):