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Lensbaby Spark – Special Edition

Lensbaby Spark - Special Edition
Das Lensbaby Spark gibt es auch als Special Edition. Im Gegensatz zur normalen Ausgabe des Sparks (siehe letzter Blogbeitrag) besitzt dieses Lensbaby nicht die feste Blende f5.6 sondern kommt mit einer Anfangsblende von f2.0. Damit ist es lichtstärker und auch auf das Bild hat die größere Blendenöffnung  deutliche Auswirkungen: der Sweetspot ist kleiner, der Bokeh-Bereich entsprechend größer. Damit hat man auch bei Crop-Kameras einen deutlich größeren/sichtbareren „Lensbaby-Effekt“. Das Fokussieren wird bei großen Blenden dafür aber deutlich schwieriger!

Ein weiterer Unterschied zur normalen Version sind die mitgelieferten Blendenscheiben, die mit dem ebenfalls in der Packung enthaltenen Magnetwerkzeug vor der Linse angebracht werden können. Damit hat man nun die Wahl zwischen den Blenden 2.0, 2.8, 4.0 und 5.6. Außerdem sind noch einige Blendenscheiben mit Mustern dabei. Diese erzeugen bei Spitzlichtern im Bokeh die entsprechende Form.

Die restlichen Spezifikationen der Special Edition stimmen mit denen der regulären Version überein: Brennweite 50mm, vergütete Doppelglasoptik, manuelle Fokussierung, Fokusbereich von 33 cm bis unendlich, kompatibel mit dem Lensbaby Optic Swap System, Fokus-Minimalabstand 33 Zentimeter und ein Filtergewinde von 37 mm.

Bei allen Bildern im Beitrag gilt wie immer: Klick macht groß!

Die folgenden Aufnahmen zeigen die Auswirkung der verschiedenen Blenden auf den Sweetspot, aufgenommen mit der Vollformatkamera Nikon D800. Dabei war es schwierig, immer genau gleich zu fokussieren. Ich habe versucht, die Frontlinse einigermaßen parallel zur Sensorebene zu stellen. Verkippt man die Frontlinse, dann ist der Sweetspot nicht mehr rund sondern wird immer ovaler. Das letzte Bild der Serie wurde zum Vergleich mit dem Nikkor 1.8/50mm AF-S G bei Blende 2.0 aufgenommen. Der Bildausschnitt, bzw. Sehwinkel beim Lensbaby scheint mir etwas kleiner zu sein als beim Nikkor 50mm.

Durch Ziehen am Tubus verkürzt man den Abstand zum Subjekt der Aufnahme und so sind auch Nahaufnahmen möglich.

Die folgenden Beispielaufnahmen wurden alle in Neustadt an der Waldnaab (Oberpfalz/Bayern) mit der Nikon D800 und einer festen Blende von f4.0 aufgenommen.

Insgesamt ist das Preis-Leistungs-Verhältnis bei der Special Edition viel besser als bei der Standardversion. Man gewinnt an Flexibilität und Möglichkeiten durch die größere Lichtstärke und den mitgelieferten Blendeneinsätzen. Bedenkt man noch, dass der Preis der Special Edition auf der offiziellen Webseite des Lensbaby-Importeurs in Deutschland derselbe ist wie für die normale Version des Objektivs, so empfehle ich auf jeden Fall zur Special Edition zu greifen, solange es diese Version noch gibt.

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Lensbaby Spark

 

 

 

Netatmo Wetterstation

Netatmo Wetterstation
Die Netatmo Wetterstation ermöglicht es, Wetterdaten alle 5 Minuten zu erfassen und diese per Internet, Smartphone- oder Tablet-App weltweit und jederzeit mit entsprechenden Statistiken anzuzeigen. Dazu muss das Innenmodul der Wetterstation per WLAN mit dem Router verbunden werden. Externe Sensoren sind mit dem Innenmodul per Funk in Kontakt. Schaltet man das WLAN zum Beispiel über Nacht ab, so speichert das Basismodul die Messwerte. Leider konnte ich nicht in Erfahrung bringen, wie lange der Ausfall des WLANs sein darf, so dass keine Daten verloren gehen. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass 8 Stunden ohne WLAN auf jeden Fall bei mir zu keinem Verlust von Messwerten geführt haben.

Die Messwerte werden vom Innenmodul auf einen Cloud-Server des Herstellers Netatmo übertragen und können von dort dann per Internet auf allen möglichen Endgeräten (Browser, iOS, Android) angezeigt werden. Dazu muss man sich einen Account bei Netatmo anlegen, was sehr einfach möglich ist. Wer die Daten lieber selbst verarbeitet, der kann Sie auch per Webinterface von den Netatmo-Servern in verschiedenen Formaten auf den eigenen Rechner downloaden. Was allerdings passiert, wenn Netatmo irgendwann einmal pleite gehen sollte, das steht in den Sternen. Sollte sich kein Nachfolger finden, dann werden wohl alle Netatmo-Wetterstationen formschöne Stücke Elektroschrott werden…

Netatmo Innenmodul
Was wird jetzt im einzelnen gemessen? Beginnen wir mit der Zentraleinheit, dem Innenmodul:
Hier werden die Temperatur, die Luftfeuchtigkeit, der Luftdruck, der CO2-Gehalt der Luft und die Lautstärke (Sonometer) gemessen. Interessant ist die Möglichkeit, bei Erreichen selbst bestimmbarer Werte eine Push-Nachricht aufs Handy zu bekommen. So ist z.B. voreingestellt, dass bei 1000ppm CO2 eine Nachricht kommt und bei 2000ppm CO2 eine weitere Nachricht mit dem Hinweis dringend zu lüften.
Netatmo Außensensor
Das Außenmodul mißt die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit. Es braucht zwei AA-Batterien und soll wasserdicht sein. Empfohlen ist aber, den Sensor etwas geschützt zu montieren, z.B. unter einem Vordach oder einem Carport.
Netatmo Regensensor
Seit kurzem gibt es noch einen Regenmesser. Ganz praktisch um zu sehen, wie viel es geregnet hat und zu entscheiden, ob man den Garten bewässern muss. Er braucht ebenfalls zwei AA-Batterien. Es handelt sich um einen Durchlaufmesser, d.h. es muss kein Wasser entleert werden. Im Inneren befindet sich eine Kippwaage für das aufgefangene Regenwasser und Abläufe an der Unterseite. Laut Hersteller sollen die Batterien in den Außenmodulen ein ganzes Jahr halten. Die Verbindung der Außenmodule mit der Wetterstation  ist sehr einfach und in wenigen Schritten geschehen (Internetzugang während der Installation erforderlich!).

Da ich noch ein iPAD der ersten Generation nutze, musste ich feststellen, dass die App-Version für iOS4, die ich darauf nutzen muss, die Werte des Regensensors leider nicht anzeigt. Auf dem iPhone mit dem neuesten iOS und im Internet werden die Werte des Regenmessers korrekt angezeigt. Hier sollte Netatmo noch ein Update für die iOS4-App herausbringen.

Pro Wetterstation können ein Außenmodul, ein Regenmesser und bis zu drei zusätzliche Innenmodule, die es extra zu kaufen gibt, betrieben werden. Für Herbst ist noch ein Windmesser von Netatmo angekündigt.

Netatmo ergänzt die Darstellung der vor Ort gemessenen Werte mit aktuellen Informationen zur Wettervorhersage und der Außenluftqualität.

Seinen Freunden kann man die eigenen Messwerte freigeben, so dass sie mit einem Netatmo-Account auch alle Statistiken sehen können. Öffentlich teilen in einem sozialen Netzwerk würde ich persönlich diesen Zugang nicht, kann man doch mit der Lautstärke- und CO2-Funktion nachvollziehen, ob jemand zuhause ist. Unbedenklicher ist die Möglichkeit, die aktuellen Außenwerte Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck und Regenmenge auf der Netatmo-Wetterkarte frei für jeden zugänglich darstellen zu lassen. Auf dieser Wetterkarte sind alle von ihren Besitzern freigegebenen Wetterstationen als farbkodierte (temperaturabhängig) Pins mit der aktuellen Temperatur als Zahl dargestellt. Ein Klick auf den entsprechenden Pin öffnet rechts ein Fenster mit weiteren Wetterinfos. Erstaunlich, wie viele Netatmo-Stationen es gibt, auch in der Oberpfalz!

Hier einige Screenshots. Zunächst von der iPAD iOS4-Version:
iPAD iOS4

Und von der aktuellen Version vom iPhone:

Innensensor
Innenwerte

Außenmodul
Außenwerte

Regenmesser
Regenmesser

Statistiken:
Temperatur Zeitauflösung 5 Minuten
Temperatur
Min.-Max.-Temperatur
Regenmesser
Die Statistiken kann man sich natürlich von allen eigenen Werten anzeigen lassen. Schön finde ich auch die Zoom-Funktion bei den Graphen. Dabei werden die Achsen automatisch neu skaliert.

Aufmerksam wurde ich auf die Netatmo-Wetterstation als ich im Internet auf die Auswertung der Sonometerdaten durch Netatmo während der Spiele der Fußballweltmeisterschaft stieß. Dabei wurde die Lautstärke der jeweils gegeneinander spielenden Länder während der Spielzeit mit den Daten vom Tag vorher verglichen. Die Ergebnisse befinden sich hier.

Fazit: Ich persönlich bin begeistert von den Möglichkeiten dieser Wetterstation. Natürlich muss man sich auch der Gefahren (Abschalten der Netatmo-Servern bei einer Pleite, Datenschutz) gewahr sein. Auch der Preis ist relativ hoch. Andererseits hat man immer und überall Zugriff auf seine Daten und Statistiken. Sicherlich kann man alles auch mit einem Bastelprojekt mit einem RaspberryPi und entsprechenden Sensoren realisieren (Stichwort AirPi), sowas ist aber auch sehr arbeitsintensiv.

Edit: Einen Artikel zum Windmesser gibt es hier.

Das „New Petzval Lens“ der Lomographischen Gesellschaft


Die Lomographische Gesellschaft hat sich mit dem russischen Kamerahersteller Zenit zusammengetan und die Neuauflage eines klassischen Objektivs herausgebracht: Vor knapp 200 Jahren revolutionierte Joseph Petzval mit einer Neukonstruktion den Objektivmarkt. Sein Objektivdesign erlaubte eine bis dahin ungekannte Lichtstärke und ein sehr scharfes Zentrum. Die von Zenit in Krasnogorsk produzierte und für Vollformatsensoren gerechnete Neuauflage ist völlig anders als man das von modernen Objektiven gewohnt ist: Es ist ein vollständig manuelles Objektiv, d.h. kein Chip kommuniziert mit der Kameraelektronik und es gibt keinen Autofokus. Scharfgestellt wird mit einem kleinen Rad, das sich seitlich am Objektiv befindet.
Charakteristisch ist das Bokeh (= Qualität der unscharfen Bereiche im Bild) der Linse: Das Objektiv erzeugt bei offenblendiger Verwendung ein kreisförmiges Bokeh um die scharfe Mitte des Bildes.
Ganz ungewohnt ist das Blendensystem des Petzval-Objektivs: Steckblenden aus Metall werden von oben in einen schmalen Schlitz im Objektiv eingeführt. Die Gefahr des Staubeintritts in das Objektiv ist so natürlich gegeben. Auch muss man aufpassen, dass man die einzelnen Blenden nicht verliert. Vorteil davon ist natürlich, dass die Blenden wirklich kreisrund sind und keine „Ecken“ besitzen wie das bei modernen Lamellensystemen fast unvermeidbar ist. Außerdem wurden mit dem Objektiv noch drei Steckblenden in besonderer Form geliefert: es gibt eine Tropfen-, eine Stern- und eine Sechseck-Form. Damit lassen sich Spitzlichter im Bokeh in die entsprechende Form bringen.

Ans Fotografieren mit diesem Objektiv muss man sich erst gewöhnen/einarbeiten. An modernen DSLRs tut man sich mit dem Fokussieren schwer. Verwender von Nikon-Kameras haben hier den Vorteil, dass der Schärfeindikator im Sucher trotzdem funktioniert, das ist meines Wissens nach bei Canon nicht so. Bei der Verwendung des Objektivs an einer alten Analogkamera kann man u.U. einen Schnittbildindikator zum Scharfstellen benutzen, dies erleichtert die Sache ungemein.

Das Fokussieren selbst funktioniert mit der Stellschraube seitlich am Objektiv sehr angenehm. Die Übersetzung ist groß genug und die Lage ist ergonomisch, trotzdem bietet sich ein Arbeiten vom Stativ aus an. Nach den ersten Bildern war ich vom Handling begeistert.

Bei der Bildkomposition unterliegt man der Beschränkung berücksichtigen zu müssen, dass sich der Sweet Spot, der scharfe Bildbereich, in der Mitte befindet. Je offenblendiger man arbeitet, desto deutlicher tritt dieser Effekt hervor.

Verwendet man die Linse an einer Crop-Kamera, dann wird wahrscheinlich ein Großteil des typischen kreisrunden Bokeh-Effektes mit weggeschnitten. Dies ist sehr schade, da ja dies gerade die Charakteristik des Bildes mit prägt. Ich werde das demnächst testen. Die folgenden Bildbeispiele sind mit einer Nikon D800 (Vollformat) in RAW aufgenommen, entwickelt in LR4 und mit dem Details Enhancer der Nik Tools ausgearbeitet. Bei den Blumen-Beispielbildern wurde bei der Aufnahme noch ein 20mm-Makro-Zwischenring verwendet.

Die ersten Linsen waren Anfang 2014 bei den Fotografen, die das Projekt bereits letztes Jahr auf Kickstarter unterstützten. Ich habe mein Exemplar im Februar 2014 vorbestellt, Mitte Juni kam es dann bei mir an.

Das Objektiv ist sicher nicht für jeden geeignet. Das Arbeiten damit entschleunigt deutlich! Vollständig manuelles Arbeiten ist angesagt, Kameraautomatiken funktionieren nicht. Auf keinen Fall ist die Linse ein „Immerdrauf-Objektiv“. Sicher dagegen ist, dass die Verwendung dieses Petzval-Objektivs etwas Besonderes darstellt.

Bilder, die ich mit diesem Objektiv gemacht habe, werde ich in meinem entsprechenden Flickr-Album veröffentlichen.

Der Vollständigkeit halber hier noch die Objektiv-Spezifikationen:

  • Brennweite: 85 mm
  • Größte Blende: f/2.2
  • Blendensystem: Waterhouse Steckblendensystem bis f/16
  • Bildkreis: 44mm
  • Blickwinkel: 28 Grad
  • Bajonett: Canon EF und Nikon F
  • keine elektronischen Kontakte
  • Naheinstellgrenze: 1 m
  • Filterdurchmesser: 58mm

Kurzer Funktionstest Walimex 8mm Fisheye 1:3,5 UMC CSII

Vor kurzem testete ich ein neues Walimex 8mm Fisheye auf Funktion. Dabei handelte es sich nicht um mein eigenes Exemplar, das nebenbei bemerkt ein Samyang 8mm ist. Beide Objektive werden allerdings von Samyang in Korea hergestellt und sind absolut baugleich. In Deutschland vertreibt Walimex die Objektive unter seinem eigenen Namen. Samyang-Objektive werden unter vielerlei Markennamen vertrieben, auch z.B. Rokinon, etc.

Bei dem Objektiv, mit dem die unten gezeigten Probeaufnahmen gemacht wurden, handelt es sich um die aktuelle, zweite Version des Fisheyes. Es besitzt ebenso wie sein Vorgänger einen manuellen Fokus. Neu ist allerdings die abnehmbare Streulichtblende. Dies bringt an Vollformatkameras den Vorteil, dass ein größerer Teil des Sensors genutzt werden kann, denn eigentlich ist das Objektiv ein Vollformat-Fisheye für einen Crop-Sensor. Der Bildwinkel beträgt am Crop-Sensor 180 Grad auf der Bilddiagonalen.

Zur Anfertigung der folgenden Probeaufnahmen benutzte ich eine Nikon D300 mit Crop-Sensor. Die Bilder sind in Lightroom entwickelte RAW-Dateien, meistens auch leicht beschnitten. Das Bild vom Keramikmuseum Weiden wurde auch noch mit Nik Color Efex bearbeitet.

Die Probeaufnahmen entstanden innerhalb von 15 Minuten um die Feuerwache und die Josefskirche herum in Weiden.

Wie bei eigentlich allen Ultraweitwinkel- und Fisheye-Objektiven zeigen sich beim Walimex/Samyang sichtbare chromatische Aberrationen. Die lassen sich aber einfach in Lightroom entfernen, so dass dies in der Praxis kein Problem darstellt.

Mein Exemplar des Objektivs nutze ich hauptsächlich bei der Erstellung der Kugelpanoramen, die ihr in der Panoramagalerie ansehen könnt, mit der Vollformatkamera. Dazu werde ich vielleicht auch einmal einen Blogpost verfassen. Bilder, die ich mit meinem Samyang-Fisheye gemacht habe, finden sich z.B. in meinem Artikel

Bilder von Altenstadt und Neustadt mit dem Fisheye

Sigma 150mm/2.8 APO MACRO EX DG OS vs. Sigma 100-300mm/4.5-6.7 DL

Diesmal möchte ich zwei Teleobjektive von Sigma für das Vollformat vergleichen. Obwohl ich als Wissenschaftler ausgebildet bin hat dieser Test keinerlei wissenschaftliche Ansprüche und wird rein qualitativ bleiben.

Hier die beiden „Kontrahenden“: In der linken Ecke das Sigma 100-300mm/4.5-6.7 DL.  In der rechten Ecke das Sigma 150mm/2.8 APO MACRO EX DG OS.

Sigma TeleobjektiveMir ist schon klar, dass ich hier Äpfel mit Birnen vergleiche. Schon allein der Preisunterschied von 900 Euro lässt vermuten, welches der Beiden die bessere Abbildungsleistung liefert. Außerdem, ein einfaches Zoomobjektiv gegen ein mit Bildstabilisator ausgestattetes, lichtstarkes, apochromatisch korrigiertes Makrobjektiv antreten zu lassen, liefert eine sichere Wette. Makroobjektiven wird von Hause aus eine bessere Abbildungsleistung abverlangt. Allerdings war ich neugierig darauf, wie sehr sich die Unterschiede im Fernbereich und ohne Nachbearbeitung der Bilder mit bloßem Auge bemerkbar machen.

Deshalb testete ich die beiden Objektive an der Nikon D800 am Vollformat mit der vollen Auflösung von 36MP auf einem stabilen Stativ. Eine Herausforderung für jedes Objektiv.

Hier nun die Ergebnisse (Klick macht groß!):

Zuerst ein Bild mit dem Zoomobjektiv (ISO200, f/8, 1/500s bei 155mm):

DSC_2259 Sigma100-300mm kleinUnd hier vom Makroobjektiv (ISO200, f/8, 1/500s, 150mm):

DSC_2257 Sigma150mm klein

Beide Bilder wurden nur verkleinert, ansonsten sind sie JPGs direkt aus der Kamera (SOOC = so out of cam). Der Unterschied fällt sofort auf. Das Makroobjektiv besticht durch einen vieeel besseren Kontrast.

Noch deutlicher wird der Unterschied, wenn man sich einen 100%-Ausschnitt vom linken oberen Bildrand betrachtet:

Auch hier zunächst wieder das Zoomobjektiv:

DSC_2259 Sigma100-300mm CropUnd hier das Makroobjektiv:

DSC_2257 Sigma150mm CropDas Zoomobjektiv zeigt deutlich weniger Details und geringeres Auflösungsvermögen. Kein wirklich überraschendes Ergebnis!

Ein zweites Beispiel bestätigt das Offensichtliche. Zunächst die beiden verkleinerten JPGs SOOC, zuerst das Zoomobjektiv wieder, dann das Makroobjektiv:

DSC_2260 Sigma 100-300mm DL kleinDSC_2261 Sigma150mm kleinUnd jetzt die 100%-Crops, diesmal von der rechten oberen Ecke:

DSC_2260 Sigma 100-300mm DL CropDSC_2261 Sigma150mm CropDer Sieger steht glasklar fest. Hier gilt: Das Geld lügt nicht. Braucht man Top-Qualität, so muss man tiefer in die Tasche greifen und wird mit wesentlich besseren Ergebnissen belohnt.

Den Kontrast kann man nachträglich in der Bildverarbeitung noch anheben, das Auflösungsvermögen nicht. Keine Software kann nicht erfaßte Details extrapolieren.

Hier noch ein paar Bilder vom Sigma 100-300mm-Objektiv selbst:

Für den kleinen Geldbeutel liefert das 100-300mm-Zoomobjektiv aber durchaus brauchbare Ergebnisse. Vorausgesetzt, man schraubt es nicht gerade an ein Pixelmonster wie die Nikon D800 und möchte keine riesigen Wandprints machen lassen. Einen Wermutstropfen gibt es allerdings beim 100-300mm Zoomobjektiv noch: Es besitzt keinen eingebauten AF-Motor. Um den Autofokus zu nutzen, muss man das Objektiv an einem Gehäuse mit eingebautem AF-Motor betreiben. Die „kleineren“ Nikon-Modelle besitzen leider keinen, so dass hier manuell am Objektiv fokussiert werden muss. Man kann sich dabei aber nach den Schärfeindikatoren im Sucher richten, die funktionieren trotzdem. Für mich war das kein Problem, da sowohl die Nikon D300 als auch die D800 über einen eingebauten AF-Motor verfügen.

Das Sigma 100-300mm-Objektiv habe ich zwischenzeitlich ohne Wertverlust (war ein Gebrauchtes) wieder verkauft (ich hatte es ca. ein halbes Jahr) und mir stattdessen ein nur unwesentlich teuereres altes Nikon Nikkor AF 4.5-5.6/75-300mm gesteigert. Dieses zeigt nach ersten Aufnahmen einen wesentlich besseren Kontrast als das 100-300mm von Sigma. Außerdem ist das Nikkor aus solidem Metall gefertigt und vermittelt schon deswegen haptisch ein solideres und wertigeres Äußeres. Durch die Metallbauweise ist es natürlich auch wesentlich schwerer als der Plastikbomber von Sigma.