Archiv der Kategorie: Digitale Fotografie

Vergleich der Fotodrucker Canon Selphy CP1300 und HP Sprocket Plus

Fotodrucker – Größenvergleich

In diesem Artikel vergleiche ich subjektiv die beiden mobilen Fotodrucker Sprocket Plus von HP und den Canon Selphy CP1300. In einem früheren Beitrag bin ich ja schon mal auf den Canon Selphy CP900 eingegangen.

Allein schon vom obigen Bild wird ein prinzipieller Unterschied klar: die Größe. Sowohl die Gerätegröße als auch die Größe der Fotos, die gedruckt werden können. Der Drucker von HP ist so klein, dass er notfalls in eine (große) Hemdtasche passt und so problemlos überall hin mitgenommen werden kann. Dafür sind die Ausdrucke aber auch nur 5,8 mal 8,7 cm groß. (Den HP gibt es auch noch in einer kleineren Ausführung, da ist dann ein Ausdruck nur 5×7,6 cm groß.) Der Canon ist deutlich größer, also nicht für die Westentasche geeignet. Er lässt sich aber problemlos transportieren und dann lokal aufstellen. Die Standartausdrucke beim Canon haben Postkartengröße (10 mal 14,8 cm), es sind aber noch andere, kleinere Papiergrößen erhältlich. Z.B. Sticker im Format 5,4 mal 5,4 cm oder Papier im Visitenkartenformat. Dazu benötigt man aber eine separat zu erwerbende Papierzuführung.

Beim folgenden Größenvergleich der Ausdrucke ist zu beachten, dass die weißen Ränder vom Canon-Ausdruck immer mit ausgegeben werden und noch abgetrennt werden müssen. Abbruchkanten sind vorhanden, so dass man sie bequem ohne Werkzeug, nur mit der Hand, abtrennen kann. Die obigen Größenangaben beim Canon beziehen sich auf das endgültige, vom Rand berfreite Bild.

Die Ausdrucke beim HP haben eine selbstklebende Rückseite, beim Canon besitzen nur die „Sticker“ eine selbstklebende Rückseite.

Der HP verbindet sich über Bluetooth mit mobilen Endgeräten, mit der entsprechenden App kann dann gedruckt werden. Ein Drucken vom Desktop aus ist nicht vorgesehen. Beim Canon druckt man über WLAN. Entweder über ein vorhandenes Netz, in dem sich der Drucker und das Gerät mit den Fotos befindet oder über ein vom Drucker erzeugtes Netz, in dem sich das Gerät mit den Fotos dann einloggt. Für mobile Endgeräte gibt es auch von Canon eine App, zusätzlich existieren aber auch Treiber für Computer. Außerdem kann man auch noch über eine SD-Karte, die man in den Drucker steckt, seine Fotos drucken. Leider verarbeitet der Canon keine RAW-Dateien von Nikon-Kameras. Mit Canon-RAW-Dateien soll es angeblich funktionieren, das konnte ich aber selbst nicht verifizieren, da ich keine Canon Kameras habe.

Mit dem Canon-Gerät hat man eindeutig mehr Möglichkeiten: Man kann auch verschiedene Ausdruckmodi benutzen. Z.B. gibt es die Möglichkeit Collagen aus mehreren Bildern oder auch Passbilder zu drucken.

Auch bei der Qualität der Ausdrucke hat meiner Meinung nach eindeutig der Canon-Drucker die Nase vorn. Hier ein Ausschnitt aus einem Canon-Druck:

Canon-Ausdruck

Und zum Vergleich ein Ausdruck von derselben Datei mit dem HP:

HP-Ausdruck

Der HP liefert ein dunkleres Ergebnis mit deutlichen Artefakten und Tonwertabrissen. Die Farben des Canon wirken brillianter.

Der Druckvorgang geht beim HP schneller als beim Canon. Beim HP kommt das Bild bei einem Druckvorgang aus dem Printer, beim Canon wird das Fotopapier in vier Durchgängen gedruckt, was natürlich Zeit kostet.

Kommen wir zu den Kosten. Zunächst die Anschaffung der Drucker: Der HP liegt momentan bei ca. 140 Euro, der Canon bei ca. 120 Euro. Mitgeliefert wird bei beiden Modellen kein Papier. Will man mit dem Canon ohne Stromnetz drucken, so fallen noch einmal ca. 55 Euro für den (empfehlenswerten) Akku an. Dieser wird beim Canon geladen, indem man ihn an den Drucker anschließt und den Drucker dann mit dem Stromnetz verbindet. Der Akku benötigt also kein zusätzliches Ladegerät, der Drucker ist das Ladegerät. Der HP kann nur mit dem eingebauten Akku betrieben werden, dieser wird über ein USB-Kabel aufgeladen.

Beim HP kommt ein Ausdruck auf ca. 60 Cent, beim Canon mit Originalpapier auf ca. 26 Cent. Im HP-Drucker soll man laut Web auch Zink-Papier anderer Hersteller (z.B. Polaroid) verwenden können, ob das günstiger ist, kann ich nicht beurteilen, da ich es selbst nicht probiert habe. Auch für den Selphy gibt es Fremdhersteller, da kann man die Druckkosten nochmal ein paar Cent drücken. EInen Fremdhersteller habe ich mal ausprobiert, da ist die Haptik der Oberfläche anders als beim Original. Ob die Prints auch so lichtbeständig und langlebig sind, wie Canon bei seinem Originalprodukt verspricht, kann ich nicht beurteilen.

Mein subjektives Fazit:

Wer nur mal ein paar Bilder „on the go“ vom Handy für die Oma ausdrucken will und mit der schlechteren Druckqualität leben kann, der ist beim HP gut aufgehoben. Wer einen Qualitätsausdruck möchte und die größeren Abmessungen des Geräts nicht scheut, der greift zum Canon. Der ist auch noch günstiger bei den Ausdrucken und wenn man keinen Akku braucht auch bei der Anschaffung.

Hier nochmal alle Bilder des Beitrags (und noch ein paar mehr!) zum Anklicken in großer Darstellung:

Zum Schluß der Hinweis, dass ich mir beide Geräte selbst gekauft und nicht von irgendjemand zur Verfügung gestellt bekommen habe!

Nikkor 50mm F1.2

Nikkor 50mm F1.2

Vor kurzem erstand ich ein gebrauchtes Nikkor 50mm F1.2 Objektiv in gutem Zustand. Es ist eines der lichtstärksten Objektive, die Nikon je gabaut hat und ist auch noch neu zu erhalten. Bis jetzt gibt es kein Original-Nikon-Objektiv mit größerer Anfangsblende. Dies wird sich allerdings bald ändern, hat doch Nikon bekannt gegeben, dass es für die neue spiegellose Z-Serie ein 50mm-Objektiv mit F0.95 geben wird.

Das Nikkor 50mm F1.2 ist ein manuelles Objektiv ohne Autofokus, das bereits seit 1981 gebaut wird. Als Ai-S Objektiv kann es mit allen Nikon Spiegelreflexkameras, die seit 1959 produziert wurden, verwendet werden. Zu beachten ist allerdings, dass es bei den modernen DSLR’s nur bei den höherwertigen Modellen mit Automatikprogrammen und Belichtungsmessung verwendet werden kann. Im manuellen Modus funktioniert es an allen Nikon DSLR-Bodies.

Nimmt man das Objektiv in die Hand, so merkt man sofort, dass es sich hierbei um ein sehr solide gebautes Metallobjektiv mit manuellem Blendenring und viel Glas handelt. Das pure Gegenteil eines modernen leichten Plastikobjektivs. Kurz zu den technischen Daten: 7 Elemente in 6 Gruppen, Naheinstellgrenze: 0,5m, Filtergewinde 52mm, kompatible Streulichtblenden: HS-12, HR-2.

Alle folgenden Beispielbilder wurden mit F1.2 aufgenommen. (Klick macht groß!)

Was ist mir nun aufgefallen nach kurzer Nutzung?

Nun, das manuelle Scharfstellen ohne Schnittbildindikator ist eine Herausforderung, besonders natürlich bei Offenblende. Nikon-Fotografen können aber die im Sucher eingeblendete Scharfstellhilfe (grüner Punkt) nutzen, das erleichtert das Fokussieren.

Die Nahgrenze des Objektivs von 50 cm finde ich persönlich zu groß. Im Alltag möchte ich schon auch näher ran, ohne gleich ein Makroobjektiv oder einen Zwischenring zu nutzen. Bei den modernen hochauflösenden Kameras hat man aber durchaus Fleisch um im Nachhinein noch zu croppen. Der Kontrast ist offenblendig etwas schwach für meinen Geschmack, das lässt sich aber bei der RAW-Entwicklung leicht beheben.

Die neun (!) Blendenlamellen erzeugen ein schönes Bokeh. Offenblendig kam mir das Bokeh etwas – wie soll ich es nennen?- weich vor. Im Internet liest man auch von einem Bokeh, das „dreamy“ ist. Ein gewisser Schein wird erzeugt.

Angeblich soll das Objektiv bei F2 das schärfste sein, das Nikon baut. Verglichen habe ich das noch nicht. Offenblendige Portraits scheinen vielversprechend. Ich werde das Objektiv weiter testen.

Wildgehege Veldensteiner Forst

In diesem Beitrag zeige ich Bilder, die im Tiergehege Veldensteiner Forst in der Nähe von Plech entstanden sind. Nach dem Lösen einer Eintrittskarte für wenig Geld kann man im Tiergehege Wildschweine, Rehe und Rotwild sehen. Die Rehe laufen frei im Gelände umher und kommen den Besuchern sehr nahe. Es sind Futterautomaten aufgestellt und man kann die Tiere so gut anlocken.

Wie immer gilt: Klick macht groß!

Das Gehege ist zur Sommerzeit von 8 – 18 Uhr und zur Winterzeit von 8 – 16 Uhr geöffnet. Nähere Infos gibts auf der Homepage des Geheges.

Im nahen Plech kann man dann auch noch das Deutsche Kameramuseum besichtigen.

Zuweg Goldsteig – Nr. 6B Weiden – Muglhof (Süd)

Dreifaltigkeitskapelle Muglhof

Als Ausflugstipp stelle ich hier eine kurze Wanderung bzw. MTB-Tour von Weiden zur Dreifaltigkeitskapelle vor. Der gut ausgeschilderte Weg führt über das DJK-Gelände in Weiden am Flutkanal hinauf nach Muglhof. Der Weg läuft hauptsächlich durch den Wald.

Wegmarkierung

Die Beschilderung ist ein blauer geschwungener Weg auf weißem Hintergrund, nicht zu übersehen. An einer Stelle fehlt meiner Meinung nach ein Schild. Ziemlich am Anfang kommt man an eine Kreuzung, bei der man links in Richtung Schirmitzer Anhöhe abbiegen und über eine kleine Brücke über einen Bach muss. Das Geländer der Brücke scheint nagelneu zu sein. Ich schätze, dass am alten (ersetzten) Brückengeländer ursprünglich eine Markierung angebracht war und momentan noch keine Neue angebracht wurde.

Beginnt man den Weg im Max-Reger-Park Weiden, so beträgt die Weglänge ca. 7,2 km und man ist zu Fuss ungefähr 2 Stunden unterwegs. Dabei sind 280 Höhenmeter zu bewältigen.

Hat man zwei Drittel der Strecke zurückgelegt, gilt es, Vorsicht beim Überqueren der B22 walten zu lassen.

Danach geht es am Rande eines Feldes entlang und bald wieder in den Wald.

Gut beschattet geht es ein Stück leicht bergab weiter.

Blick zurück zum Feld

Schließlich geht es dann wieder ein gutes Stück bergauf, zunächst vorbei an Gärten, dann wieder im Wald und zuletzt auf Wiesenwegen hinauf bis zur Kapelle. Oben angekommen kann man einen wunderschönen Blick über die oberpfälzer Landschaft genießen.

Blick über die Landschaft

Hier noch ein älteres Infrarotbild der Dreifaltigkeitskapelle über Muglhof von mir:

Dreifaltigkeitskapelle in Infrarot

Das Naiad 15mm Neptune Convertible Art Objektiv

Naiad 15mm Neptune Convertible Art Lens

In einem früheren Blogpost berichtete ich bereits über das Neptune Convertible Art Lens System der Lomographischen Gesellschaft. Das Wesentliche dabei ist, dass das Blendensystem der Objektive getrennt von den Optiken ausgeführt ist. Man benutzt für alle Objektive die gleiche Blendenbasis, die ans Bajonett der Kamera angesetzt wird. Die Glasoptiken selbst sind deshalb sehr kompakt, da sie auch keinen Autofokus unterstützen und manuell fokussiert werden.

Die Blendenbasis der Neptune Convertible Art Objektive

Vor kurzem erhielt ich dann auch das neueste Objektiv der Serie. Bestellt hatte ich es bereits – wie das restliche Neptune System auch – auf Kickstarter. Da gab es als Early Bird einen saftigen Preisnachlass :-).

Die Optik kommt – lomographietypisch – in einer schönen Schachtel. Mit dabei ist ein drehbarer Filterhalter für 10cm-Rechteckfilter.

Box Naiad Neptune Convertible Art Lens

Das Naiad hat eine Anfangsblende von F3.8. An der Blendenbasis der Objektivreihe besteht dazu noch die Möglichkeit bei schlechten Lichtverhältnissen die Blende noch etwas zu öffnen. Dabei kann es aber zu einer (geringen) Verschlechterung der Abbildungsqualität kommen. An der Blendenbasis muss der Einstellring für die verschiedenen Optiken auf die 35mm-Optik gestellt werden. Dort entspricht dann die F3.5-Einstellung der Blende F3.8 des Naiads, die restlichen Blendenmarkierungen sollen mit der 35mm-Optik übereinstimmen.

Nikon D800 mit Blendenbasis und Naiad 15mm Optik

Beim manuellen Fokussieren muss man aufpassen, dass die stufenlose Blendeneinstellung nicht verstellt wird. Das Fokussieren fällt bei Offenblende leicht, blendet man ab, wird die Blende sofort geschlossen und das Sucherbild wird dunkler. Dann fällt die richtige Scharfstellung schwerer. Ich empfehle bei offener Blende zu fokussieren und erst dann die Blende auf die Arbeitsblende zu schließen. Die kleinste einstellbare Blende ist F22.

Die Naheinstellgrenze liegt bei 1 cm. Diese Angabe verwirrt mich, denn sie ist offensichtlich der Gegenstandsabstand zur Frontlinse, nicht wie sonst üblich der Abstand vom Sensor/Film zum Gegenstand. Bei abgeblendeter Optik lassen sich damit Bilder mit imposantem Tiefenschärfebereich aufnehmen. Dabei sollte man sehr aufpassen, dass man bei diesem geringen Gegenstandsabstand nicht mit der Frontlinse das zu fotografierende Objekt berührt! Besonders, weil die Frontlinse sehr stark nach vorne gewölbt ist.

Die Frontlinse des Naiad ist stark nach außen gewölbt.

Mit einem Aufnahmewinkel von 135° positioniert sich das Naiad im Bereich der Ultraweitwinkel. Entsprechende Verzeichnungen bei den Aufnahmen sind deswegen unvermeidbar und sollten als Stilmittel verwendet werden.

Die mehrfach vergütete Glasoptik macht haptisch einen sehr soliden und hochwertigen Eindruck. Leider besitzt sie aber auch die Tendenz zu chromatischer Aberration (CA). Deutlich wird dies besonders, wenn man RAW-Dateien beim Entwickeln sättigt. Dies sollte aber für einen Digitalfotografen kein Problem sein, lassen sich CAs doch in den meisten RAW-Konvertern leicht beseitigen. Ob es sich bei analogen Aufnahmen störend äußert, habe ich noch nicht ausprobiert.

Noch zu erwähnen ist, dass für die Verwendung der Optik unbedingt die Blendenbasis dazugekauft werden muss, sofern man diese nicht schon zur Verwendung mit den restlichen Neptune-Optiken besitzt. Im Shop der Lomographischen Gesellschaft gibt es entsprechende Bundles. Anmerken möchte ich an dieser Stelle auch, dass ich keinerlei Vorteile durch den Hersteller oder Verkäufer habe, ich habe die Optik über die Kickstarter-Kampagne erworben und selbt bezahlt! Der Artikel gibt meine unabhängige persönliche Meinung und Erfahrungen wieder.

Im Folgenden noch einige Beispielbilder, aufgenommen mit einer Vollformat Nikon D800 (RAW) und dem Naiad 15mm, entwickelt in Lightroom (Klick macht groß!):

Zum vergrößerten Ansehen:

Ähnliche Artikel:

Das Neptune Convertible Lens Art System ist angekommen!

Das Neptune Convertible Art Lens System

PhotoLemur – automatische Fotobearbeitung mit künstlicher Intelligenz

Fotos mit dem Laden in ein Programm automatisch zu verbessern, ohne dass man noch irgendetwas nachbearbeiten muss, das klingt zu gut um wahr zu sein, stimmts? Genau das verspricht das Programm PhotoLemur. Ich habe mir das Programm angesehen und getestet.

 

Die Aussagen dieses Artikels beziehen sich auf Version 2.2. Allerdings gibt es auf der Homepage von PhotoLemur bereits die Möglichkeit, die nächste Version (PhotoLemur 2.3 Phoenix) mit einem Rabatt von 20% vorzubestellen. Die Aktion endet in vier Tagen und ich bekomme keinerlei Provision oder Zuwendung von Skylum, der Firma, die hinter PhotoLemur steht.

Skylum ist auch der Hersteller von Luminar, einer Software zum Entwickeln von RAW-Dateien. In Luminar 2018 gibt es auch einen Filter, der mit künstlicher Intelligenz Bilder verbessert. In Luminar sind die Möglichkeiten der Bildverbesserung ähnlich mächtig wie in Lightroom. Dies bietet PhotoLemur nicht. Die einzige Eingriffsmöglichkeit besteht in der Anpassung der Stärke der Verbesserungen, die angewandt werden, von 0 bis 100%.

Der Hauptvorteil von PhotoLemur ist die Einfachheit der Anwendung: Man braucht nur eine Bilddatei öffen und schon legt die App los. Komplexe Berechnungssmagie wird durchgeführt und nach wenigen Sekunden sieht man das Ergebnis. Man braucht nur noch speichern. PhotoLemur beherrscht auch die Stapelverarbeitung mehrerer Bilder: man kann ganze Verzeichnisse in einem Rutsch verarbeiten und speichern lassen. Sehr praktisch. Dabei verarbeitet die Software alle gängigen Bildformate und sogar RAW-Dateien.

Schauen wir uns ein praktisches Beispiel an:

Zunächst das Originalbild, wie es als JPG direkt von einem iPhone8 kommt:

Original JPG vom iPhone8

Dieses Bild zieht man nun auf die PhotoLemurApp (hier auf einem Windiws-Rechner) und erhält das folgende Ergebnis (Anwendung der von PhotoLemur durchgeführten Verbesserungen zu 100%):

Bearbeitung mit PhotoLemur

Und zum Vergleich eine kurze Bearbeitung auf dem iPhone mit der App Snapseed:

Bearbeitung mit Snapseed

Die Verbesserungen, die PhotoLemur vorgenommen hat, sind besonders deutlich im Himmel zu sehen. Dieser ist stärker gesättigt und die Wolken treten schön hervor. Ebenso sind Details in der Ferne der Landschaft besser zu erkennen, die Farben sind frischer und kräftiger. Die Sättigung des Bildes ist mir persönlich noch etwas zu wenig, aber dies ist eine Geschmackssache. Auf jeden Fall hat das Originalbild durch die Bearbeitung mit PhotoLemur gewonnen.

Klar wird aber auch, dass man bei PhotoLemur nur die Stärke des Effekts anpassen kann, die Einflussmöglichkeiten auf das Endergebnis sehr gering sind. Dafür ist der Aufwand auch sehr gering und man hat sehr schnell eine Verbesserung des Originalbildes. Investiert man etwas mehr Zeit und bearbeitet man das Bild persönlich nach, so ist das Ergebnis auch mehr nach seinem eigenen Geschmack, aber dazu muss man Zeit und Arbeit investieren.

Jetzt noch ein Beispiel für eine RAW-Entwicklung. Das Bild wurde mit einer Nikon D5300 aufgenommen.

RAW-Entwicklung mit PhotoLemur

Auch hier könnte ich mir das Ergebnis insgesamt noch etwas knackiger vorstellen. Aber PhotoLemur hat hier wirklich gute Arbeit geleistet. Die tiefen Schatten wurden gut aufgehellt und die hellen Bereiche abgedunkelt. Das Ergebnis ist auf jeden Fall besser als ein JPG direkt aus der Kamera. Man kann so eine wirklich schnelle RAW-Entwicklung mit passablen Ergebnissen erreichen.

Etwas begrenzt ist momentan noch die Exportfunktion von PhotoLemur, man kann nur JPG-Bilder erzeugen und das Zielverzeichnis wählen. Dies soll sich aber in der neuen Version 2.3 ändern und mehr Möglichkeiten bieten. Außerdem kommt eine neue Bildbearbeitungs-Engine und eine Objektivkorrektur hinzu. Ich bin gespannt!

Erhältlich ist das Programm für Windows und MacOS. Kein Abomodell, die Einzellizenz kostet momentan 34,99 USD, die Familienlizenz für bis zu 5 Geräte kostet 49,99 USD, Performance-Updates inklusive.

Fazit:

Für schnelle Ergebnisse ohne großen Aufwand lässt sich PhotoLemur gut verwenden. Auch ganze Ordner werden ohne großes Zutun verarbeitet. Wenn jemand keinen großen Aufwand betreiben und trotzdem mehr aus seinen Bildern herausholen möchte, für den ist PhotoLemur eine gute Wahl.

 

 

Die Denkmallokomotive 50 2146 mit dem Yongnuo 100mm F2N

Die Denkmallok 50 2146

Dieser Blogpost richtet sich an zwei Interessengruppen. Zum einen an die heimatlich Interessierten, die Details der Sehenswürdigkeit Lok sehen möchten. Zum anderen die Fotoenthusiasten, die Bilder sehen wollen, die mit dem Yongnuo 100mm-Objektiv mit Nikon-Anschluß an einer D800 gemacht wurden um die Abbildungsqualität der Linse beurteilen zu können.

Zunächst einige Infos zur Lok:

Die Denkmallok befindet sich in Weiden in der Oberpfalz, in der Straße „Zur Centralwerkstätte“. Gebaut wurde sie 1943 als eine von 3146 Stück der Baureihe BR 50. 1991 wurde die Lok vom Eisenbahnmuseum Nördlingen übernommen und restauriert. Dort hat die Stadt Weiden die Lok dann gekauft und nun steht sie seit September 1991 an ihrem Standort vor dem ehemaligen Bahnausbesserungswerk Weiden. Nähere Infos gibt es auf der Homepage des Dampflok-Fördervereins.

Hier die Bilder mit Details der alten Dampflok. Alle Bilder wurden aufgenommen mit dem Yongnuo F2N 100mm-Objektiv ohne Streulichtblende an einer Nikon D800, meist mit der Offenblende F2.0. Wie immer gilt für die Bilder der Galerie: Klick macht groß.

Auch das Titelbild des Beitrags wurde mit dem 100mm-Objektiv aufgenommen. Vier Bilder im Querformat und gestitchet in Lightroom. Einen Beitrag zum Objektiv selbst gibt es hier. Alle Beitragsbilder wurden im März 2018 aufgenommen.

Zum Schluß noch ein Bild von der Nikon D800 mit dem Yongnuo 100mm F2N:

Nikon D800 mit YN 100mm F2N

Yongnuo 100mm F2N für Nikon

Yongnuo 100mm F2N

Nachdem sich Yongnuo mit günstigen Blitzgeräten und anderem Fotozubehör einen Namen gemacht hat, gibt es seit kurzem auch Objektive von dem asiatischen Hersteller. Das 50mm-Objektiv habe ich hier getestet. Beispielbilder vom 50mm-Objektiv sind hier zu sehen. Die Qualität kann sich sehen lassen. Entsprechend gespannt war ich auf das 2.0/100mm-Objektiv.

Auch bei diesem Objektiv muss, wie beim 50mm, vor dem ersten Gebrauch eine Schutzfolie sowohl von der Front- als auch von der rückwärtigen Linse entfernt werden. Im Unterschied zum 50mm gibt es beim 100mm-Objektiv einen USB-Anschluss. Dieser dient zum Updaten der Firmware. Das war auch meine erste Aktion, eine Firmwareaktualisierung von Version 1.01 auf 1.05. Das klappt super einfach: Die Software von der Yongnuo-Homepage runterladen, Software installieren und starten, Objektiv (vom Kamerabody getrennt!) per USB-Kabel am  Rechner anstöpseln, neue Firmware auswählen und Upload aufs Objektiv starten. Die Aktualisierung auf die neueste Version sollte man unbedingt durchführen, gab es doch gem. Berichten im Netz bei Vorgängerversionen bei einigen Kameramodellen Belichtungsschwierigkeiten mit der Automatik.

Von der Haptik macht das Objektiv einen guten Eindruck. Es ist schwerer als erwartet. Leider ist im Lieferumfang keine Streulichtblende enthalten. Eine solche sollte man sich aber unbedingt dazu bestellen, da das Objektiv für Streulicht anfällig zu sein scheint. Blendenlamellen besitzt das Objektiv neun.

Gleich beim ersten Bild mit dem Objektiv, eine krasse Gegenlichtsituation am frühen Morgen, fielen mir die starken chromatischen Abberationen (Farbsäume) auf. Diese Farbsäume sind in dieser extremen Situation selbst in der Bildmitte deutlich sichtbar. Bearbeitet man seine Bilder nach, bekommt man das bei der RAW-Entwicklung aber schon in den Griff. Hier das Bild, eine Ausschnittsvergrößerung aus der Mitte sowie eine CA-korrigierte Version mit Lightroom (Klick macht groß!):

Die Original Nikon D800-RAW-Datei kann hier runtergeladen werden.

Das Zweite, was mir aufgefallen ist, ist die Naheinstellgrenze. Diese beträgt ca. 0,9m. Für Makroaufnahmen am Vollformat ist das nicht besonders nah. Blümchenfotografie und andere Makros sind nicht die Domäne dieses Objektivs. Es sei denn man arbeitet mit Nahlinsen oder Zwischenringen. Hier ein Bild, aufgenommen ohne Hilfsmittel an einer Vollformatkamera (Nikon D800), stark gecroppt.

Nikon D800 mit YN100mm F2N bei F2.0 stark gecroppt.

Wenn ich das Objektiv öfter benutzt habe, wird ein weiterer Erfahrungsbericht folgen.

 

 

Luhe in der Oberpfalz – Teil 2

Luhe in 360°

Im Teil 1 der Artikelserie von Luhe gab es bereits einige „klassische“ Fotos zu sehen. In diesem Teil jetzt kommen 360°-Panoramen und daraus berechnete „Little Planets“. In den Panoramen kann man mit gedrückter linker Maustaste in alle Richtungen schauen.

Hier die Panoramen als Little Planets (Klick macht groß!):