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Nikkor 50mm F1.2

Nikkor 50mm F1.2

Vor kurzem erstand ich ein gebrauchtes Nikkor 50mm F1.2 Objektiv in gutem Zustand. Es ist eines der lichtstärksten Objektive, die Nikon je gabaut hat und ist auch noch neu zu erhalten. Bis jetzt gibt es kein Original-Nikon-Objektiv mit größerer Anfangsblende. Dies wird sich allerdings bald ändern, hat doch Nikon bekannt gegeben, dass es für die neue spiegellose Z-Serie ein 50mm-Objektiv mit F0.95 geben wird.

Das Nikkor 50mm F1.2 ist ein manuelles Objektiv ohne Autofokus, das bereits seit 1981 gebaut wird. Als Ai-S Objektiv kann es mit allen Nikon Spiegelreflexkameras, die seit 1959 produziert wurden, verwendet werden. Zu beachten ist allerdings, dass es bei den modernen DSLR’s nur bei den höherwertigen Modellen mit Automatikprogrammen und Belichtungsmessung verwendet werden kann. Im manuellen Modus funktioniert es an allen Nikon DSLR-Bodies.

Nimmt man das Objektiv in die Hand, so merkt man sofort, dass es sich hierbei um ein sehr solide gebautes Metallobjektiv mit manuellem Blendenring und viel Glas handelt. Das pure Gegenteil eines modernen leichten Plastikobjektivs. Kurz zu den technischen Daten: 7 Elemente in 6 Gruppen, Naheinstellgrenze: 0,5m, Filtergewinde 52mm, kompatible Streulichtblenden: HS-12, HR-2.

Alle folgenden Beispielbilder wurden mit F1.2 aufgenommen. (Klick macht groß!)

Was ist mir nun aufgefallen nach kurzer Nutzung?

Nun, das manuelle Scharfstellen ohne Schnittbildindikator ist eine Herausforderung, besonders natürlich bei Offenblende. Nikon-Fotografen können aber die im Sucher eingeblendete Scharfstellhilfe (grüner Punkt) nutzen, das erleichtert das Fokussieren.

Die Nahgrenze des Objektivs von 50 cm finde ich persönlich zu groß. Im Alltag möchte ich schon auch näher ran, ohne gleich ein Makroobjektiv oder einen Zwischenring zu nutzen. Bei den modernen hochauflösenden Kameras hat man aber durchaus Fleisch um im Nachhinein noch zu croppen. Der Kontrast ist offenblendig etwas schwach für meinen Geschmack, das lässt sich aber bei der RAW-Entwicklung leicht beheben.

Die neun (!) Blendenlamellen erzeugen ein schönes Bokeh. Offenblendig kam mir das Bokeh etwas – wie soll ich es nennen?- weich vor. Im Internet liest man auch von einem Bokeh, das „dreamy“ ist. Ein gewisser Schein wird erzeugt.

Angeblich soll das Objektiv bei F2 das schärfste sein, das Nikon baut. Verglichen habe ich das noch nicht. Offenblendige Portraits scheinen vielversprechend. Ich werde das Objektiv weiter testen.

Yongnuo 100mm F2N für Nikon

Yongnuo 100mm F2N

Nachdem sich Yongnuo mit günstigen Blitzgeräten und anderem Fotozubehör einen Namen gemacht hat, gibt es seit kurzem auch Objektive von dem asiatischen Hersteller. Das 50mm-Objektiv habe ich hier getestet. Beispielbilder vom 50mm-Objektiv sind hier zu sehen. Die Qualität kann sich sehen lassen. Entsprechend gespannt war ich auf das 2.0/100mm-Objektiv.

Auch bei diesem Objektiv muss, wie beim 50mm, vor dem ersten Gebrauch eine Schutzfolie sowohl von der Front- als auch von der rückwärtigen Linse entfernt werden. Im Unterschied zum 50mm gibt es beim 100mm-Objektiv einen USB-Anschluss. Dieser dient zum Updaten der Firmware. Das war auch meine erste Aktion, eine Firmwareaktualisierung von Version 1.01 auf 1.05. Das klappt super einfach: Die Software von der Yongnuo-Homepage runterladen, Software installieren und starten, Objektiv (vom Kamerabody getrennt!) per USB-Kabel am  Rechner anstöpseln, neue Firmware auswählen und Upload aufs Objektiv starten. Die Aktualisierung auf die neueste Version sollte man unbedingt durchführen, gab es doch gem. Berichten im Netz bei Vorgängerversionen bei einigen Kameramodellen Belichtungsschwierigkeiten mit der Automatik.

Von der Haptik macht das Objektiv einen guten Eindruck. Es ist schwerer als erwartet. Leider ist im Lieferumfang keine Streulichtblende enthalten. Eine solche sollte man sich aber unbedingt dazu bestellen, da das Objektiv für Streulicht anfällig zu sein scheint. Blendenlamellen besitzt das Objektiv neun.

Gleich beim ersten Bild mit dem Objektiv, eine krasse Gegenlichtsituation am frühen Morgen, fielen mir die starken chromatischen Abberationen (Farbsäume) auf. Diese Farbsäume sind in dieser extremen Situation selbst in der Bildmitte deutlich sichtbar. Bearbeitet man seine Bilder nach, bekommt man das bei der RAW-Entwicklung aber schon in den Griff. Hier das Bild, eine Ausschnittsvergrößerung aus der Mitte sowie eine CA-korrigierte Version mit Lightroom (Klick macht groß!):

Die Original Nikon D800-RAW-Datei kann hier runtergeladen werden.

Das Zweite, was mir aufgefallen ist, ist die Naheinstellgrenze. Diese beträgt ca. 0,9m. Für Makroaufnahmen am Vollformat ist das nicht besonders nah. Blümchenfotografie und andere Makros sind nicht die Domäne dieses Objektivs. Es sei denn man arbeitet mit Nahlinsen oder Zwischenringen. Hier ein Bild, aufgenommen ohne Hilfsmittel an einer Vollformatkamera (Nikon D800), stark gecroppt.

Nikon D800 mit YN100mm F2N bei F2.0 stark gecroppt.

Wenn ich das Objektiv öfter benutzt habe, wird ein weiterer Erfahrungsbericht folgen.

 

 

Erste Eindrücke mit dem Tamron 16-300mm F/3.5-6.3 DI II N/AF VC PZD Macro

Tamron 16-300mm

Bisher verwendete ich an meinen Crop-Kameras als kompaktes „Immer-Drauf-Objektiv“ ein Tamron 18-200mm-Objektiv. Da die Technik dieses Objektivs jetzt schon einige Jahre alt war und ich meine Nikon D300, eine 12,3-MP-Kamera, verkauft habe, entschloß ich mich, für meine Nikon D5300, eine 24-MP-Kamera, auf das modernere Tamron 16-300mm-Objektiv upzugraden. Neben dem größeren Brennweitenbereich war auch der im Vergleich zu meinem alten 18-200mm-Objektiv neu vorhandene Bildstabilisator ein Grund für den Kauf. Der Brennweitenumfang des 16-300mm-Objektivs entspricht beim NikonCrop einem Bereich von 24-450mm am Kleinbildformat/Vollformat.

In der Folge sind erste Aufnahmen, die ich mit diesem Objektiv gemacht habe, zu sehen. Es sind alles Freihandaufnahmen, RAWs entwickelt in Lightroom mit den NIK-Tools. (Klick macht groß!)

Die Möglichkeit der Nahaufnahmen, die mit diesem Objektiv möglich sind, haben mich beeindruckt. Die vielleicht im Vergleich zu Premiumfestbrennweiten etwas geringere Abbildungsleistung stört mich nicht, da ich sowieso RAW fotografiere und jedes Bild entsprechend nachbearbeite. Ein JPG-Bild direkt aus der Kamera, ohne Objektivkorrekturen, kommt für mich nicht in Frage. Bei diesem Objektiv  überwiegen für mich hier eindeutig die Vorteile, z.B. bei einem Wander- oder Städtetrip, nur ein einziges Objektiv mitschleppen zu müssen und schnell auf eine Aufnahmesituation reagieren zu können – ohne durch einen Objektivwechsel die Situation evtl. zu verpassen. Von vielen verächtlich als Suppenzoom bezeichnet, setze ich dieses Objektiv  (wie vorher auch das 18-200mm-Objektiv) gerne in Alltagssituationen ein.